Wolfsnachwuchs im Schwarzwald: Neues Wolfsrudel tappt in Fotofalle!

Tierischer Nachwuchs in Baden-Württemberg! Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren gibt es im Südwesten wieder ein Wolfsrudel. Im Nordschwarzwald wurde ein kleiner Wolf von einer Fotofalle erwischt. Doch ob er noch Geschwister hat, ist bislang unklar.

Im Schwarzwald ist wieder eine Wolfsfamilie unterwegs! Am 17. September hat eine Fotofalle in der Gemeinde Baiersbronn einen jungen Wolf fotografiert. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) hat inzwischen bestätigt, dass es sich eindeutig um einen Wolfswelpen handelt. Damit gibt es im Südwesten erstmals seit Ende 2023 wieder ein nachgewiesenes Wolfsrudel.

Wolfspaar bekommt Nachwuchs – aber wie viele Welpen sind es?

Schon seit einiger Zeit streift ein Wolfspaar durch den Nordschwarzwald. Die beiden gelten als mutmaßliche Eltern des kleinen Wolfs. Dass es Nachwuchs geben könnte, hatten Experten bereits vermutet. Jetzt gibt es endlich den Fotobeweis!

Ob der Welpe männlich oder weiblich ist und ob er noch Geschwister hat, ist allerdings nicht bekannt. Normalerweise bringt eine Wölfin vier bis sechs Welpen zur Welt. Allerdings überleben längst nicht alle Jungtiere ihre ersten Lebensjahre. Rund zwei Drittel sterben innerhalb der ersten beiden Jahre, beispielsweise durch Krankheiten, Hunger, Fressfeinde oder den Straßenverkehr.

Nach tragischem Verlust endlich wieder eine Wolfsfamilie

Zuletzt gab es 2023 nachgewiesenen Wolfsnachwuchs in Baden-Württemberg. Doch der damals einzige bekannte Welpe wurde Ende des Jahres in der Nähe des Schluchsees überfahren. Im April 2024 kam auch seine Mutter bei einem Verkehrsunfall nahe Lenzkirch ums Leben. Die Wölfin war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder trächtig.

Seitdem hatte es im Südwesten kein nachgewiesenes Wolfsrudel mehr gegeben. Mit dem neuen Nachwuchs im Nordschwarzwald hat sich das jetzt geändert.

Sechs erwachsene Wölfe und mindestens ein Welpe

In Baden-Württemberg sind mittlerweile sechs erwachsene Wölfe als sesshaft nachgewiesen. Dazu gehört das Wolfspaar im Enztal. Weitere männliche Wölfe leben in den Gebieten Hornisgrinde, Reichenbacher Wald, Ostbaar und Schluchsee. Außerdem gibt es am Schluchsee eine weitere Wölfin, die bislang allerdings noch nicht als sesshaft gilt.

Und jetzt kommt mindestens ein kleiner Wolf dazu! Ob in den kommenden Wochen noch weitere Welpen entdeckt werden, bleibt abzuwarten.

Das könnte Dich auch interessieren

07.08.2026 Gottmadingen: Mann soll in Lidl-Filiale von Spinne gebissen worden sein Nach Angaben der Polizei berichtete der Mann, beim Griff in eine Bananenkiste einen Biss oder Stich erlitten zu haben. Anschließend habe er eine allergische Reaktion entwickelt. Zunächst ging der 62-Jährige nach Hause. Erst einige Stunden später meldete er sich bei der Rettungsleitstelle. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt. Laut Polizei erlitt 30.07.2026 BaWü: Hitze setzt jungen Wildvögeln zu Die hohen Temperaturen machen derzeit nicht nur Menschen zu schaffen. Auch viele Wildvögel in Baden-Württemberg leiden unter der Hitze. Besonders betroffen sind junge Mauersegler, Schwalben und Haussperlinge, die in Nischen und unter Dächern brüten. Nach Angaben des Naturschutzbunds können sich solche Nistplätze auf bis zu 60 Grad aufheizen. Noch nicht flugfähige Jungvögel verlassen ihre Nester 16.07.2026 Wie Hitze und Trockenheit Tiere in Baden-Württemberg plagen Die außergewöhnlich frühe und intensive Hitzewelle macht vor allem auch Tieren zu schaffen, die an und im Wasser leben. «Die Trockenheit in Kombination mit langen Hitzeperioden trifft die Gewässer-Lebensgemeinschaften in Baden-Württemberg ins Mark», erklärte der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu), Johannes Enssle. «Das bedeutet einen Lebensraumverlust in Echtzeit – für Fische, Flusskrebse, Insektenlarven und all jene 17.04.2026 Immer mehr Asiatische Hornissen in Baden-Württemberg Die Asiatische Hornisse breitet sich in Baden-Württemberg rasant aus: Die Zahl der gemeldeten Nester hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Umweltministeriums knapp 3300 Nester gemeldet – mehr als doppelt so viele wie 2024. «Von einer weiteren Ausbreitung und einer steigenden Anzahl von Nestern ist trotz zahlreicher