Die Dreharbeiten der zweiten Staffel von der schwäbischen zdf-Serie „Tschappel“ sind abgeschlossen. Zußdorf im Kreis Ravensburg wurde wieder zum fiktiven Dorf Hintervorderbach und zu Carlos, Bla Blas und Aydins Lieblingsort für ein bisschen blödsinn. Ganze zweieinhalb Monate wurde die zweite Staffel gedreht. Jetzt ist die letzte Klappe gefallen. Während der Dreharbeiten durften die Einwohner von Zußdorf und der Nachbardörfer selbst als Komparsen vor der Kamera stehen. Aber auch das örtliche Bräuhaus, die Straßen, der Sportplatz und weitere Orte vom Dorf wurden als Filmkulisse verwendet.
Im Mittelpunkt der Serie steht Carlo Brenner, gespielt von Jeremias Meyer. Carlo ist ein junger Mann aus der oberschwäbischen Provinz, der in der ersten Staffel nach dem Abitur eigentlich nach Australien reisen will. Nachdem er jedoch den Oldtimer seines Vaters zu Schrott gefahren hat, muss er den Sommer in der Gastwirtschaft seiner Eltern arbeiten – und bleibt damit erst einmal in Hintervorderbach.
Für Jeremias Meyer brachte die Rolle eine besondere Herausforderung mit sich: Er musste für Tschappel Schwäbisch lernen. Er selbst ist in München geboren und konnte vor der Serie kein schwäbisch. Laut ihm war es harte Arbeit den Dialekt zu lernen.
Mit Leon Hagen steht auch ein Schauspieler aus Zußdorf vor der Kamera. Der Zußdorfer spielt Carlos Freund Matze. Gleichzeitig arbeitet Hagen als Zimmermann und bringt sein handwerkliches Können auch hinter den Kulissen ein. Er hilft beim Bau und bei der Vorbereitung der Kulissen. Damit ist er sowohl vor der Kamera als Schauspieler als auch hinter der Kamera für das Szenenbild im Einsatz. Der Weg zur Serie begann für ihn nicht erst mit der ersten Staffel: Leon Hagen war bereits bei dem Kurzfilm dabei, aus dem später die Serie Tschappel entstand.
Dass ein Zimmermann aus dem Drehort schließlich selbst eine feste Rolle in einer ZDF-Serie übernimmt, passt zur Entstehungsgeschichte von Tschappel. Das Dorf und seine Einwohner sind ein wichtiger Teil der Produktion.
Neben Leon Hagen kommt mit Valentin Erb ein weiterer Schauspieler der Serie aus dem Schwabenländle. Er lebt in Mimmenhausen bei Salem und spielt in Tschappel den Bauern Pius. Schon für die erste Staffel lagen die Drehorte damit ganz in der Nähe seiner Heimat. Gedreht wurde neben dem Raum Ravensburg auch bei Illmensee.
Tschappel ist damit nicht nur eine Serie über Oberschwaben. Sie wird tatsächlich in der Region gedreht und bindet Menschen aus der Umgebung vor und hinter der Kamera ein. Aus Zußdorf wird Hintervorderbach, aus einem örtlichen Zimmermann wird ein Seriendarsteller – und die Landschaft sowie der schwäbische Dialekt sind fester Bestandteil der Geschichte. Die Dreharbeiten für die zweite Staffel sind inzwischen abgeschlossen. Bis die neuen Folgen zu sehen sind, müssen sich die Fans allerdings noch etwas gedulden: Im Frühjahr 2027 soll die zweite Staffel von Tschappel beim ZDF erscheinen.