Zehntausende zu Demos und Menschenkette um den Bodensee erwartet

Am Tag der Deutschen Einheit soll eine Menschenkette um den Bodensee gebildet werden. Die Veranstalter hoffen auf 250.000 Teilnehmer. Die Initiative Querdenken steckt auch hinter Veranstaltungen am Sonntag.

Zu einer Menschenkette um den Bodensee und zu zahlreichen Demos in Konstanz auch gegen die Corona-Politik werden am Wochenende Zehntausende Menschen erwartet. Laut Polizei sind in Konstanz 29 Versammlungen und Demonstrationen angemeldet, davon 17 für Samstag und 12 für Sonntag (3./4. Oktober). Die Polizei Konstanz rechnet in ihrem Zuständigkeitsbereich mit insgesamt 25.000 Teilnehmern.

Großteil keine „Querdenker“

Ein Teil der Kundgebungen für das Wochenende wurde laut Polizei von Initiativen angemeldet, die die staatlichen Corona-Maßnahmen kritisieren, darunter Querdenken 753, das ist ein lokaler Ableger von Querdenken Stuttgart 711. Der größte Teil der Initiativen tritt laut Polizei ein für Solidarität, Verantwortung in Zeiten der Corona-Krise und den Kampf gegen Antisemitismus.

Zudem ist die Bildung einer Menschenkette (3. Oktober/15.00 Uhr – 15.30 Uhr) um den See angekündigt. Laut den auf deutscher Seite zuständigen Polizeipräsidien in Konstanz und Ravensburg ist schwer zu beurteilen, wie viele Menschen sich tatsächlich versammeln könnten. Bisher gebe es einige Tausend Anmeldungen. Der Organisator auf der deutschen Seite, Gerry Mayr, und seine Mitveranstalter in Österreich und der Schweiz hoffen, dass 250.000 Menschen zusammenkommen. So viele sind nötig, um den See zu umrunden. «Eine Kette soll verbinden», so Mayr.

Mindestabstand sowie Maskenpflicht

Für die Veranstaltungen bestehen Auflagen: Mindestabstand sowie Maskenpflicht bei sich bewegenden Demonstrationen und für Ordner sind Pflicht. Bei ruhenden Demonstrationen gilt die Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Reichskriegsflaggen, Kaiserreichsflaggen und Zeichen, die einen deutlichen Bezug zur Zeit oder zu den Verbrechen des Nationalsozialismus herstellen und eine Verbindung zu der aktuellen Corona-Pandemie herstellen, sind verboten. Die Teilnahme von Menschen aus einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet ist untersagt. Die Polizei rechnet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.

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