Zentrum für Heimatschutz: Bundeswehr kehrt nach Sigmaringen zurück

Heimatschutzbataillon soll nach Sigmaringen kommen

Die frühere Graf-Stauffenberg-Kaserne soll zum Zentrum für Heimatschutz in Baden-Württemberg werden. Der Start ist für den 1. Oktober geplant. Langfristig könnten dort bis zu 1.000 Soldaten stationiert sein.

Zwölf Jahre nach dem Abzug der letzten Soldaten kehrt die Bundeswehr nach Sigmaringen zurück. Auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne soll das neue Heimatschutzbataillon 112 seinen Sitz bekommen.

Der Aufstellungsappell ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für den 1. Oktober geplant. Künftig sollen dort auch die Heimatschutzkompanien „Linzgau“ aus Pfullendorf und „Schwäbische Alb“ aus Stetten am kalten Markt üben und Dienst tun.

Bis zu 1.000 Soldaten geplant

Langfristig könnten bis zu 1.000 Soldaten in Sigmaringen stationiert werden. Einheiten aus Pfullendorf und Stetten am kalten Markt sollen dafür teilweise an den neuen Standort wechseln. Die Bundeswehr will zunächst Unterkünfte und Verwaltungsgebäude in Containerbauweise errichten.

Das Gelände gilt auch deshalb als geeignet, weil dort weiterhin ein Schießstand und ein Truppenübungsplatz vorhanden sind.

Zukunft der Erstaufnahmestelle noch offen

Aktuell befindet sich auf dem früheren Kasernengelände noch eine Landeserstaufnahmestelle mit mehreren Hundert Bewohnern. Wie es mit der Einrichtung weitergeht, ist noch nicht endgültig geklärt. Nach bisherigen Berichten wird geprüft, die Erstaufnahmestelle künftig an die Nebenstelle in Tübingen anzugliedern. Einen abschließenden Beschluss dazu gibt es bislang nicht.

Hintergrund der Rückkehr ist der geplante Ausbau der Bundeswehr. Mit dem neuen freiwilligen Wehrdienst sollen sowohl die aktive Truppe als auch die Reserve deutlich wachsen.

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