Zoff um Basilika Weingarten: Tausende wollen Heilig-Blut-Altar retten

Rund 3.600 Menschen unterstützen Petition

In Weingarten gibt es Streit um die geplante Neugestaltung des Altarraums in der Basilika. Rund 3.600 Menschen haben eine Online-Petition für den Erhalt des Heilig-Blut-Altars von 1931 unterschrieben. Nach den aktuellen Plänen soll der historische Altar nicht bleiben.

Die geplante Neugestaltung des Altarraums in der Basilika Weingarten sorgt für Widerstand. Eine Online-Petition fordert den Erhalt des Heilig-Blut-Altars aus dem Jahr 1931. Rund 3.600 Menschen haben sie inzwischen unterschrieben. Die Petition wurde schon im Juli gestartet und richtet sich unter anderem an die Kirchengemeinde, die Diözese Rottenburg-Stuttgart und das Landesamt für Denkmalpflege.

Historischer Altar soll nicht bleiben

Nach den aktuellen Planungen soll der bestehende Heilig-Blut-Altar nicht erhalten bleiben. Was genau mit ihm passiert, ist allerdings noch nicht eindeutig geklärt. Offen ist unter anderem, ob der Altar vollständig abgerissen wird oder ob Teile davon erhalten werden können.

Die Kirchengemeinde hatte sich im Frühjahr für eine neue Gestaltung des Altarraums entschieden. Der Umbau ist Teil der laufenden Sanierung der Basilika.

Heilig-Blut-Reliquie bleibt in der Basilika

Die Heilig-Blut-Reliquie selbst soll auch nach der Neugestaltung in der Basilika bleiben. Nach den bisherigen Plänen soll sie weiterhin im Altarraum gezeigt werden können.

Die Reliquie spielt für Weingarten eine besondere Rolle: Sie wird jedes Jahr beim traditionellen Blutritt durch die Stadt getragen. Der Blutritt gehört zu den bekanntesten religiösen Veranstaltungen der Region.

Warum soll überhaupt umgebaut werden?

Die Kirchengemeinde will den Altarraum im Zuge der laufenden Generalsanierung neu ordnen. Der Bereich soll künftig flexibler genutzt werden können, das Lesepult näher an die Besucher rücken und die Stufenanlage verändert werden. Um den bestehenden Altar dabei zu erhalten, müsste er aufwendig versetzt und technisch nachgerüstet werden. Deshalb setzt die Gemeinde auf einen neuen Altar.

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