Zoll-Kontrolle im Raum Ulm/Reutlingen: Asia-Köche versuchen zu fliehen

Illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße

In Ulm, Reutlingen und Umgebung haben Behörden mehrere Gastronomie-Betriebe kontrolliert. Rund 100 Einsatzkräfte, darunter Zöllner, Polizei und Finanzbeamte, überprüften rund 170 Beschäftigte. Einige versuchten zu fliehen.

Bei einer großangelegten Kontrolle der Gastronomie im Bezirk des Hauptzollamts Ulm haben Behörden am vergangenen Freitag 38 Restaurants, Imbisse und Gaststätten überprüft. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Zoll, Polizei, Finanzämtern sowie den Landrats- und Ordnungsämtern im Einsatz.

Restaurants, Imbisse und Gaststätten überprüft

Dabei wurden 171 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genauer unter die Lupe genommen. Schwerpunkte der Kontrollen lagen in Reutlingen und Tübingen, im Raum Aalen, in mehreren Orten des Bodenseekreises und im Landkreis Ravensburg sowie in Ulm. Insgesamt deckten die Beamten 71 Verstöße auf.

22 Personen waren illegal beschäftigt, 15 arbeiteten mutmaßlich „schwarz“ und bei 14 wurde der Mindestlohn nicht gezahlt. In zwei Reutlinger Asia-Restaurants versuchten fünf Köche und Servicekräfte, der Kontrolle zu entkommen – sie wurden jedoch von den Einsatzkräften gestoppt.

Bei mehreren Personen waren Identität und Wohnsitz unklar, einige sprachen kein Deutsch, die Angaben zum Arbeitsverhältnis waren widersprüchlich. Ein Betrieb musste geschlossen werden. Die Polizei führte zudem ED-Behandlungen zur Erfassung biometrischer Daten durch, Handys wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

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