Kinonews: Queen & Slim

Kinotipp, Service Mittwoch, 8. Januar - 2020 8:41

Was als harmloses Tinder-Date anfängt, entwickelt sich zu einer schnell wachsenden Black-Lives-Matter-Bewegung in einem noch immer hart alltagsrassistischen Amerika.

So lässt sich der neue Kinofilm „Queen & Slim“ in einem Satz zusammenfassen. Donau 3 FM Kinoreporter Paolo Percoco hat sich den Film für Sie angeschaut:

Die junge Anwältin Queen, gespielt von dem britischen Model Jodie Turner-Smith, lässt sich zu einem Tinder-Date hinreißen. In einem Diner trifft sie sich mit Schuhverkäufer Slim, gespielt von Daniel Kaluuya, Oscar-nominiert für „Get Out“. Sie reden entspannt, alles fängt ganz ruhig an. Auf der Fahrt nach Hause werden sie dann aber von einem Polizisten angehalten. Und als der sieht, dass Queen und Slim Afro-Amerikaner sind, wird die Situation sehr ungemütlich.

Der rassistische Polizist schießt Queen an, die nur ganz klar auf ihre Rechte pocht. In Notwehr erschießt Slim den Mann. Und damit nimmt das Drama seinen Lauf. Anstatt sich zu stellen, denn schwarze „Cop-Killer“ haben in den USA so gut wie keine Chance auf einen fairen Prozess, hauen beide vom Tatort ab.

Jetzt sind Queen und Slim landesweit gesuchte Mörder auf der Flucht und damit nirgendwo mehr sicher. Sie verändern ihr Aussehen und wollen sich nach Kuba absetzen. Auf der einen Seite sind sie plötzlich die Ikonen der Black-Lives-Matter-Bewegung. Auf der anderen Seite werden sie als moderne Version von Bonnie und Clyde auch gnadenlos gejagt.

Fazit: Ein wuchtiger Film, stilvoll inszeniert, tolle Schauspieler, gute Musik, und – ein politisches Statement. Normalerweise verortet man solche Stories im Amerika des letzten Jahrtausends. Alltagsrassismus ist in den Staaten aber noch immer sehr präsent. Wie teilweise leider auch hierzulande.

Queen & Slim – ab 9. Januar im Kino!

Bild / Video: Universal

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