Alles rund um den Ferienjob

Service Donnerstag, 18. Juli - 2019 14:53

Für die meisten Schüler ist in erster Linie Geld der Grund, sich um einen Ferienjob zu bemühen. Es steckt doch deutlich mehr dahinter, wenn man bereits während der Schulzeit innerhalb der Ferien arbeitet.

Das Gehalt

Als Schüler hat man selbst kein Einkommen. Viele bekommen zwar Taschengeld, jedoch hat man ja selbst mal den einen oder anderen Wunsch, der etwas teurer ist. Ab einem gewissen Alter möchte man vielleicht auch nicht wegen jeder Kleinigketi zu den Eltern rennen und nach Geld fragen. Zudem ist man als Jugendlicher auch ziemlich stolz darauf, wenn man das erste Mal selbst etwas verdient.

Die Erfahrung

Das ist der eigentlich wichtigere Punkt. Bei einem Ferienjob lernt man meist neue Dinge. Man lernt die Abläufe eines Betriebs kennen, lernt Verantwortung zu übernehmen und mit Kollegen zusammenzuarbeiten.
Natürlich kann es ein Hilfsmittel für die eigene Berufswahl darstellen. Vielleicht wird man in seinem Wunsch gestärkt, vielleicht enttäuscht, oder man stößt vielleicht sogar auf einen ganz anderen Bereich und entwickelt Interessen für Unbekanntes.

Die Kontaktknüpfung

Es kann nie schaden, wenn man Leute kennt und diese wissen was man kann. Die bereits geknüpften Kontakte können auch später bei einer Bewerbung hilfreich sen. Denn wenn ein Unternehmen mit dem Ferienarbeiter zufrieden war, hat dieser oft schon im Voraus bessere Chancen auf einen möglichen Ausbildungsplatz.


Ab wann darf man denn eigentlich in den Ferien arbeiten? Was ist dabei zu beachten?

Grundsätzlich gilt die Regelung, dass Schüler unter 15 Jahren nicht beschäftigt werden dürfen.
Es gibt allerdings Ausnahmen:

13+

Kinder, die das 13. Lebensjahr vollendet haben, und Jugendliche, die noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen (15-18 Jahre), dürfen mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten bis zu zwei Stunden täglich beschäftigt werden. In landwirtschaftlichen Familienbetrieben sogar bis zu drei Stunden. Jedoch gilt diese Ausnahme nur, wenn die Beschäftigung außerhalb der Schulzeit und nicht zwischen 18.00 Uhr und 08.00 Uhr ausgeführt wird. Die Arbeit muss zudem für Kinder geeignet sein, wie z.B:

  • Kinderbetreuung
  • Botengänge
  • Nachhilfeunterricht
  • Austragen von Zeitungen

15+

Jugendliche (ab 15 Jahren) dürfen während der Schulferien höchstens vier Wochen beschäftigt werden. Diese Regelung gilt auch nur mit Einverständnis der Eltern.

  • Regelungen hier:
    • Montag bis Freitag (Ausnahmen möglich)
    • 06.00 Uhr – 20.00 Uhr
    • Max 8 Stunden am Tag und 40 Stunden die Woche
    • Verboten sind Wochenend-, Feiertags-, Nachtarbeit und Überstunden
  • Ausnahmen bei Jugendlichen ab 16 bzw. 17 Jahren
    • Ab 16 Jahren darf in Gaststätten bis 22.00 Uhr
    • in mehrschichtigen Betrieben und bei Musikaufführungen u.ä. bis 23.00 Uhr
    • in Bäckereien ab 05.00 Uhr (ab 17 Jahren 04.00 Uhr) gearbeitet werden.
      Von der Samstagsruhe sind Ausnahmen für Krankenhäuser, Bäckereien, Gaststätten, Theater etc. geregelt. Gleiches gilt für die Sonntagsruhe.
    • Insgesamt ist eine Fünf-Tage-Woche einzuhalten.

18+

Für Schüler, die bereits 18 Jahre alt sind, sieht es wieder anders aus.

  • Der Job, der nur während der Ferien ausgeübt wird, darf maximal an 70 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres ausgeübt werden. In diesen drei Monaten ist der Schüler ein sogenannter kurzfristig Beschäftigter.
  • Von dem Drei-Monats-Zeitraum ist dann auszugehen, wenn der Job an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Ist dies nicht der Fall, dann gelten die 70 Arbeitstage.

Studi

Auch Studenten haben die Möglichkeit Jobs anzunehmen, während oder außerhalb des Semesters.

  • Während des Semesters sind die Studenten von der Kranken-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherung befreit, wenn die wöchentliche Arbeitszeit bei max 20 Stunden liegt.
  • Während den Semesterferien sind die Studenten von der Kranken-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherung komplett befreit.
  • Von der Rentenversicherungspflicht ist man in beiden Fällen nur dan befreit, wenn es sich um einen Minijob oder um eine kurzfristige Beschäftigung handelt.
  • Ein Minijob überschreitet das monatliche Einkommen von 450€ nicht.
  • Eine kurzfristige Beschäftigung liegt dann vor, wenn die Beschäftigung sich auf max drei Monate oder 70 Arbeitstage beläuft.

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