„Jeanny“ – Falcos Skandalhit jährt sich zum 34. Mal!

Service Sonntag, 22. Dezember - 2019 0:01

Verstörende Texte, Serienmörder-Vorbild und verherrlichte Vergewaltigung; Falcos „Jeanny“ wird vieles vorgeworfen. Trotzdem hielt sich der Song 1985 ganze 22 Wochen auf dem ersten Platz der deutschen Charts. 

Manche finden es verstörend und grausam, andere wiederum betiteln es als Kunstwerk. „Jeanny“ ist Falcos Skandalhit, in dem er von der Vergewaltigung und dem Mord an einer 19 Jährigen singt. Das Besondere dabei: Falco selbst übernimmt die Rolle des Mörders und singt aus dessen Perspektive.

Das Tatvorgehen ist inspiriert von dem österreichischen Serienmörder Jack Unterweger. Dieser wurde unter anderem für eine Mordserie an Prostituieren schuldig gesprochen und beging schließlich im Gefängnis Selbstmord. Im Stil von Unterweger gibt sich Falco im Musikvideo zu „Jeanny“ kontrovers. Er kleidet und spricht er wie ein Gentleman, ermordet aber ein Mädchen. Das sorgte bei den Menschen für Aufruhr. Selbst bekannte Persönlichkeiten äußerten Kritik. So musste sich Falco beispielsweise vom ehemaligen „Wetten Dass…?“ Moderator Tomas Gottschalk als „Wiener Würstchen“ betiteln lassen.

Skandale verkaufen sich jedoch mindestens genau so gut, wie sie für Aufschrei sorgen. Der Hit verkaufte sich 2,5 Millionen Mal und kletterte zudem an die Spitze der Charts. Solche Zahlen kann allerdings nur der erste Teil von „Jeanny“ vorweisen. Tatsächlich schrieb Falco vier weitere Teile zu dem Song; „Jeanny Part 2„, „Bar Minor 7/11 (Jeanny Dry)„, „Where Are You Now?“ und „The Spirit Never Dies“

Durch seinen plötzlichen Tod 1998 konnte Falco die „Jeanny“-Reihe nicht persönlich fertigstellen. So erschien das letzte Lied erst nach seinem Tod 2009. Es handelt sich um ein unveröffentlichtes Werk des Sängers, welches er bereits 1987 aufnahm.

Heute gilt Falco als der größte und bekannteste österreichische Sänger. 2020 soll ihm zu Ehren ein Musical aufgeführt werden, unter anderem in Ulm. Hier können Sie sich die Tickets sichern. Schauen Sie sich bis dahin doch die Musikvideos an, zum Beispiel mit dem von „Jeanny“:

Bildquelle: Facebook

 

 


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