Kinonews 03.10.19: GEMINI MAN

Service Mittwoch, 2. Oktober - 2019 16:23

Das Älterwerden macht auch vor Schauspielern nicht halt und viele helfen im echten Leben mit Botox und ähnlichem Zeugs nach. Dabei geht das Jüngerwerden im Kino mittlerweile ganz einfach per Computer. Das neueste Beispiel ist Will Smith in „Gemini Man“. Schlaumeier und Film-Experte Marcus Oesterle hat sich den Film angeschaut:

Der gute Will Smith spielt in Gemini Man eine Doppel-Rolle. Er ist zum einen ein Attentäter, der keinen Bock mehr auf seinen Job hat und zum anderen auch ein Klon von sich selbst. Daneben gibt’s auch noch ein paar Pappnasen, die aber nicht weiter wichtig für die Story sind. Regisseur Ang Lee konzentriert sich ganz auf das Duell zwischen Will Smith in echt und Will Smith komplett aus dem Computer.

Gemini Man ist ein Novum in der Kino-Geschichte, denn der Film wird im Kino mit einer Geschwindigkeit von 60 Bildern pro Sekunde gezeigt. Normal sind 24 und deshalb wirkt Gemini Man auch realistischer als ein normaler Kinofilm. Positiv daran ist, dass das Bild in 3D echt rattenscharf ist und das kommt den Actionszenen echt zu Gute! Und im Vergleich zu allen 3D-Filmen der letzten 5 Jahre merkt man hier auch, dass man einen 3D-Film schaut, weil die Tiefenwirkung richtig geil eingesetzt wird.

Negativ an der neuen Technik ist aber, dass die Story völlig in den Hintergrund rückt, um nicht zu sagen: es gibt so gut wie keine Story. Dadurch sind einem die Figuren auch völlig schnuppe, was nicht unbedingt hilfreich ist.

Insgesamt war ich gut unterhalten und die neue 3D-Technik ist atemberaubend, aber es wäre auch nicht verkehrt gewesen etwas mehr Geld für ein gescheites Drehbuch auszugeben, denn die Geschichte ist völlig für den Arsch. Von mir gibt’s 2,5 von 5 Punkten für „Gemini Man“, jetzt im Kino.

 


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