Kinonews: 1917

Service Dienstag, 14. Januar - 2020 10:57

Die Welt ist unruhig und verrückt geworden. Zwei Männer mitten im Krieg und auf sich allein gestellt. Das ist die Ausgangslage des neuen Kinofilms „1917“, der, wie der Titel schon sagt, vor rund 100 Jahren spielt: Mitten im Ersten Weltkrieg. In Echtzeit! Donau 3 FM Kinoreporter Paolo Percoco hat sich den Film für sie angeschaut:

Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges bekommen die beiden britischen Soldaten Schofield (George MacKay aus „Captain Fantastic“) und Blake (Dean Charles Chapman aus „Game of Thrones“) eine quasi unmögliche Aufgabe. In einem Wettlauf gegen die Zeit müssen sie sich tief ins Feindesgebiet wagen und eine Nachricht überbringen, die verhindern soll, dass 1.600 ihrer Kameraden in eine tödliche Falle laufen. Einer der Kameraden ist Blakes Bruder.

Schofield und Blake sind dabei zwei Allerweltsgesichter, was zeigen soll: Es könnte jeder sein. Große Stars, wie Colin Firth  und Benedict Cumberbatch, tauchen nur in Nebenrollen auf.

„1917“ ist ganz klar ein Anti-Kriegsfilm. Einmal mehr werden hier nicht nur die Irren und Wirren des Krieges gezeigt, sondern auch die grausame Brutalität, die damit verbunden ist. Hier spielen keine großen Helden auf, die die Welt mit Bums und Gloria retten. In dem Drama rennen zwei britische Soldaten quer über ein französisches Schlachtfeld um ihr Leben und nehmen uns mit in die Kommandozentralen, Schlachtfelder und Schützengräben.

Und das in Echtzeit! Genau das macht den Film auch so besonders. Er ist ein One-Shot, also eine einzige Einstellung, ohne Schnitt. Die Kamera bleibt pausenlos bei den beiden Hauptfiguren, wir wenden den Blick als Zuschauer also nie ab, sind mitten – im Krieg! Das wirkt wie eine harte Mischung aus Theater und Dokumentation. „1917“ ist authentisch und brutal. Vielleicht auch, weil die Story auf Erlebnissen des Großvaters von Regisseur Sam Mendes („American Beauty“, „Jarhead“, „James Bond: Skyfall“) zurückgeht, ihm ist „1917“ gewidmet.

Wegen seiner Intensität und Dichte, seiner technischen Brillanz und, trotz aller Härte, doch meisterhafter Virtuosität hat dieses Mammutprojekt schon zwei Golden Globes in den Königsdisziplinen „Bester Film“ und „Beste Regie“ bekommen und gilt im Rennen um die Oscars mit 10 Nominierungen als einer der heißesten Favoriten. Ab 16. Januar läuft der Film in den deutschen Kinos.

Fazit: „1917“ ist wahrscheinlich einer der größten und eindringlichsten Kriegsfilme überhaupt. Das Werk ist schlichtweg atemberaubend!

Foto / Video: Universal Pictures

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