Vergleichsportale und ihre Tücken

Service Dienstag, 9. Juli - 2019 11:25

„Vergleichsportale helfen doch beim Sparen.“ – So denken viele. Leider jedoch ist es oft nur der Anschein davon.

Wer sich nach geeigneten Flügen umsieht, findet hunderte Fluglinien und duzende Verbindungen. Das Angebot ist unübersichtlich und es fällt einem schwer sich zurechtzufinden. Deshalb greifen immer mehr Personen zu dem vermeintlichen Hilfsangebot – ein Vergleichsportal. Sie vermitteln einem das Gefühl die beste Verbindung zum besten Preis zu suchen. Doch genaues hinschauen lohnt sich!

Stiftung Warentest hat 22 Flüge mit 4 Airlines von Berlin nach München und Palma de Mallorca, von Hamburg nach Oslo und von Düsseldorf nach Paris verglichen.

Das Ergebnis: Meinst war der Preis beim Vergleichsportal deutlich höher als bei der Airline direkt. „Ein Drittel mehr.“ „Einmal fast das Doppelte.“

Aufschläge kommen häufig dazu

Die Portale bieten häufig die Service-Leistungen der Airlines mit der Extra Portion Aufschlag an. Bei Air France kostet das Gepäck von Düsseldorf nach Paris 25,00€. Fluege.de nimmt für dieselbe Leistung 35,10€ ein. Die Aufschläge lassen sich auch bei Steuern, Gebühren und der Sitzplatzbuchung feststellen.

Die Zahlungsart

Häufig ist schon alles ausgefüllt – Name, Adresse, Telefon, etc. – bevor der letzte Step, die Bestätigung und die Zahlung, drankommt. Unmittelbar vor der Zahlung dann der Schreck: Warum ist es denn doch viel teurer als Vorher angezeigt? Anbieter müssen normalerweise gängige Zahlungsmöglichkeiten anbieten. Billig-fluege.de, Airline-direct, Fluege.de und Flug24.de ignorieren das jedoch. Wenn der Kunde dann nicht mit einer firmeneigenen Mastercard zahlt, kostet ein Flug rund ein Viertel mehr.

Bei der Airline direkt buchen

Es werden sogar Abos angeboten, wie bei Opodo – „Prime“-Abo für 74,99€. Angeblich sollen dann Flüge billiger sein. Doch sogar als Prime-Kunde ist der Flug teurer als bei Ryanair direkt. Der Flug von Hamburg nach Oslo ist also sowohl mit als auch ohne Prime um ein Drittel teurer als bei der Airline direkt.

Der Tipp von Stiftung Warentest lautet hier deutlich: Die Preise können durchaus bei Flugportalen verglichen werden. Es wird jedoch geraten direkt bei der Fluggesellschaft zu buchen.


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