Wir machen Schwaben sicherer – Präventionswoche

Allgemein, Service Montag, 3. Dezember - 2018 6:45

Wie können Sie sich besser vor Kriminellen schützen? Das erfahren Sie die ganze Woche über bei uns. Experten der Polizei beschreiben Betrugsmaschen und Vorgehensweisen von Taschendieben oder Einbrechern und geben Tipps, worauf Sie achten können.

An unserem gläsernen Studio auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt beantworten Sie Ihnen auch persönlich Fragen – täglich von 16:00 bis 19:00 Uhr. Zusammen mit den Polizeipräsidien Ulm und Schwaben Süd/West machen wir Schwaben sicher! Um diese Themen geht es:

Trick- und Taschendiebstahl

Taschendiebe nutzen Gedränge, gerade auch jetzt auf den Weihnachtsmärkten. Nehmen Sie nur so viel Geld mit, wie sie brauchen! Geldbeutel sollten in der Jackeninnentasche verwahrt werden, keinesfalls in der hinteren Hosentasche. Wer ihn in der Handtasche aufbewahrt, sollte diese mit dem Schloss nach innen verschließen und quer über die Schulter hängen, sodass sie nicht weggerissen werden kann. Viele Diebe nutzen Ablenkungen – beispielsweise, indem sie einem im Vorbeigehen Getränke über die Jacke schütten und sich bemühen, den Schmutz zu beseitigen, während ein anderer einem den Geldbeutel aus der Tasche zieht.

Falsche Polizisten

Kriminelle geben sich teils als Polizisten aus. Am Telefon erklären Sie den Opfern, es gäbe Hinweise, dass ihr Schmuck oder Geld in Gefahr sei, jemand würde vorbeikommen und es zur Sicherheit abnehmen. Die Polizei verwahrt niemals Schmuck oder Geld. Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, wenden Sie sich an die Polizei. Rufen Sie die falschen Polizisten nicht zurück. Beachten Sie außerdem, dass die echte Polizei Sie niemals unter der Nummer 110 anrufen würde – taucht diese auf dem Display auf, handelt es sich also um Betrüger.

Einbruchsschutz

Jetzt in der dunklen Jahreszeit haben sie wieder Hochkonjunktur – die Einbrecher. Sie nutzen die Dunkelheit aus und schlagen schnell zu. Doch – und das ist die gute Nachricht – es gibt durchaus Möglichkeiten, sich relativ einfach vor Einbruch zu schützen. Kommen wir am besten gleich zu den Tipps. Da gibt es leicht zu merkende Does and Dont’s. Beginnen wir mit den Dingen, die Sie nicht machen sollten. Dazu gehört Fenster gekippt lassen, die Haustüre nur zuziehen und nicht abschließen und bitte auf keinen Fall den Haustürschlüssel irgendwo verstecken. Einbrecher kennen jedes Versteck! Was Sie tun sollten, auch wenn Sie nur mal kurz weg gehen: gekippte Fenster schließen, die Haustür abschließen und – das gilt gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit – für Beleuchtung sorgen. Und angenommen Sie merken, dass ein Einbrecher tatsächlich in Ihrem  Haus ist, Ruhe bewahren und bloß nicht den Helden spielen wollen!

Betrugsmaschen

Eine sehr häufige Betrugsmasche ist der Enkeltrick. Opfer sind ältere, meist alleinstehende Personen. Sie bekommen einen Anruf des vermeintlichen Enkels, der um Geld bittet. Zur Übergabe wird ein „Freund“ geschickt, oder das Geld soll am Haus versteckt werden. In der Regel bleibt es nicht bei einem Anruf, die Täter üben richtig Druck aus. Die Täter sind Profis, die nichts dem Zufall überlassen. Wie aber können Sie sich davor schützen, woran merken Sie, dass Sie gerade übers Ohr gehauen werden sollen? Spätestens beim Thema Geld sollte man hellhörig werden. Prinzipiell gilt: nicht unter Druck setzen lassen. Und scheuen Sie sich nicht davor, die Polizei zu informieren! Die geht auch sehr vertraulich mit ihren Infos um.

Internetkriminalität

Die Internetkriminalität nimmt analog zur Internetnutzung ständig zu. Bei der Polizei gibt es inzwischen eigens geschulte Mitarbeiter dafür, die sogenannten Cyber-Cops. Ein Beispiel zum Thema ist die Microsoft-Service-Masche. Sie bekommen Anrufe, Emails oder PopUp Fenster mit der Nachricht einen Virus auf dem PC zu haben. Gehen Sie nicht darauf ein. Egal auf welchem Weg, den wirklichen Virus bekommen Sie erst, wenn Sie reagieren. Damit ist Ihr PC ein offenes Buch. Schließen Sie solche Fenster und löschen Sie solche Mails (auf keinen Fall den Anhang öffnen!). Eine weitere Betrugsmasche ist die sogenannte Sexpressung, bei der behauptet wird, es gäbe Beweise für die Nutzung von Pornoseiten. Gegen Bezahlung werden diese zurückgehalten. Obwohl die Sache frei erfunden ist, gibt es Opfer, die zahlen. Melden Sie solche Erpressungsversuche der Polizei, sie geht auch hier sehr vertraulich mit ihren Infos um. Dazu kommen noch die Nigeria-Connection-Mails, die schon seit vielen Jahren kursieren und einem viel Geld versprechen, für wenig oder fast gar keine Leistung. Da sollten die Alarmglocken wirlich klingeln.

Foto: DONAU 3 FM

 


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