50 Jahre Biologie an der Uni Ulm

Jubiläum

Mit einem Festakt hat die Biologie am Dienstag, 13. Juni, an der Universität Ulm ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Studiendekan Professor Jan Tuckermann ging auf die Geshichte des Instituts ein, während Professor Markus Fische vot dem Rückgang der Arten warnte.

Professor Jan Tuckermann, der Studiendekan der Biologie zeichnete den Weg des Fachs an der Uni Ulm in den vergangenen 50 Jahren nach: Von den Anfängen in einer Etagenwohnung in der Olgastraße in den 1970er Jahren, über die Eröffnung des Botanischen Gartens in den 1980ern und jüngst 2021, sowie die thematische Ausrichtung hin zu noch mehr bioethischen Inhalten und dem heutigen Forschungsschwerpunkt Stress und Resilienz in biologischen Systemen. Ein besonderes Anliegen sei, Wissen in die Gesellschaft zu bringen, ob mit dem Talking Tree Berti, der Wildbienen-Bestimmungs-App „BienABest“ oder der Aktion Bio-Blitz.

Festvortrag zu Artensterben und Klimawandel

Im Festvortrag „Zustand und Bedeutung der Biodiversität“, gehalten von Professor Markus Fischer von der Universität Bonn, ging es vor allem darum, wie wichtig die Artenvielfalt für das Überleben des Menschen ist. Fischer mahnte, schnell etwas gegen das Artensterben und den Klimawandel zu unternehmen, da unser Fußabdruck dreimal so groß sei, wie er sein sollte.

Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, wenn wir nichts dagegen unternehmen, so Professor Markus Fischer

Biodiversität und Klimawandel hingen zusammen, und das 1,5-Grad-Ziel sei zwar noch zu schaffen, wenn man wirklich wolle, allerdings müsse jetzt gegengesteuert werden. Auch wenn andere Länder nicht mitziehen, könne Deutschland sich nicht verstecken: „Deutschland muss vorangehen und kann ein Pionier des Wandels sein“, ist Fischer überzeugt. „Es muss nicht jeder Einzelne von uns die ganze Welt verändern, aber wir können alle etwas mithelfen.“

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