Agentur für Arbeit: Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region Ulm positiv

Biberach mit Top-Ergebnis

Die Arbeitssituation in Ulm und Umgebung bleibt robust. Damit bestätigt die Region ihren Ruf als attraktives Arbeitsgebiet.

Die Agentur für Arbeit zieht ein positives Fazit für den Arbeitsmarkt im Jahr 2024. Geschäftsführer Dr. Torsten Denkmann spricht sich entgegen der öffentlichen Wahrnehmung ausdrücklich gegen eine Krise aus: „Beim Jahresergebnis haben wir eine Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent im Bezirk Ulm, das ist ein gutes Ergebnis.“ Diese Zahl stellt im baden-württembergischen Gesamtresultat weiterhin den Bestwert dar. Die Lage in der Metall- und Elektroindustrie bleibt kritisch, kann sich aber dank des breiten Branchenangebots in der Region nicht ausweiten.

Landkreis Biberach Spitzenreiter

Besonders hervorzuheben in der Arbeitslosenfrage ist der Landkreis Biberach mit einer Quote von nur 2,6 Prozent. Damit führen die Oberschwaben das Ranking im Bundesland an. Das Stadtgebiet Ulm durchbricht zum ersten Mal seit langem die Vier-Prozent-Mauer, bleibt damit aber immer noch die Stadt mit der besten Bilanz in Baden-Württemberg.

Ausblick für das Jahr 2025

Die Situation für das neue Jahr spannt sich aufgrund der Konjunkturflaute weiter an. Auch politische Unwägbarkeiten, wie die Auswirkungen der neuen US-Regierung sowie der Bundestagswahlen im Februar, erschweren genaue Prognosen. Trotzdem bleibt die Agentur für Arbeit guter Dinge für 2025, da der Personalbedarf weiterhin stabil ist. Im Vorjahr wurden der Agentur für Arbeit knapp 4000 offene Stellen gemeldet, diese Zahlen seien auch dieses Jahr zu erwarten. Besonders Fachkräfte sind weiterhin gefragt, über 80 Prozent der über die Agentur ausgeschriebenen Stellen benötigten eine Qualifikation dafür.

Arbeitsmarktdrehscheibe wird eingeführt

Um die Vermittlung der Arbeitsuchenden effektiver zu gestalten, soll laut Denkmann ein neuartiges Projekt weiter vorangetrieben werden. „Die Arbeitsmarktdrehscheibe ist ein Instrument mit dem Unternehmen sich besser vernetzen können. Sie sorgt dafür, dass Menschen, die in einem Unternehmen nicht mehr beschäftigt werden können, eine Chance in einem anderen Unternehmen bekommen.“ Damit fallen weniger Menschen durch Kündigungen direkt in die Arbeitslosigkeit. In Aalen ist das Konzept bereits sehr erfolgreich, nun soll sie auch einen Mehrwert für die Ulmer Region bieten.

Digitalisierung schreitet weiter voran

Einige Arbeitsplätze gehen auch an die Digitalisierung verloren. „In sehr vielen Unternehmen werden Tätigkeiten, die früher von Menschen ausgeführt wurden, eben nicht mehr zwingend von Menschen ausgeübt werden. Das betrifft etwa Drohnen in Lagern oder Roboter in der Servicebranche“, sagt Denkmann. Auch die Agentur für Arbeit wird immer digitaler, knapp 80 Prozent der Arbeitslosenanträge wurden im vergangenen Jahr online gestellt. Der Prozess der Arbeitssuche soll für den Kunden so einfach wie möglich gestaltet werden, gerne auch von zu Hause aus.

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