Arbeitskollegen erstochen: Mordprozess hat begonnen

Am heutigen Dienstag begann der Mordprozess gegen einen 24-Jährigen. Er soll an seinem Arbeitsplatz in Munderkingen einen Kollegen erstochen haben.

Im Mordprozess vor dem Ulmer Landgericht wird der 24-jährige Angeklagte Zikrea Y. von der Rechtsanwältin Christina Seng-Roth verteidigt. Am Dienstagmorgen begann der Prozess vor der 3. Großen Strafkammer am Ulmer Landgericht. Zikrea Y. wird vorgeworfen, Ende Juni 2021 an seinem Arbeitsplatz in Munderkingen während einer Pause seinen 54-jährigen Kollegen erstochen zu haben. Dazu soll er sich von hinten angeschlichen haben und neunmal auf ihn eingestochen haben, meist auf den Hals- und Brustbereich. Ein Stich hat den Herzbeutel getroffen und zu einem tödlichen Herzversagen geführt.

Die Staatsanwaltschaft wird dem 24-Jährigen heimtückischen Mord vor. Den Vorsitz in der auf bisher fünf Sitzungstagen geplanten Verhandlung führt der Vorsitzende Richter Wolfgang Tresenreiter. Neben zahlreichen geladenen Zeugen ist ein Sachverständiger im Sitzungssaal und ein Dolmetscher für Dari.

Text/Foto: Thomas Heckmann

Das könnte Dich auch interessieren

08.07.2026 Ulm: Prozess gegen mutmaßlichen Messer-Attentäter beginnt Dem 30-Jährigen wird vor dem Landgericht Ulm vorgeworfen, in dem Elektronik-Fachmarkt zielgerichtet mit einem Messer auf einen 25-jährigen Mitarbeiter eingestochen zu haben. Angeklagt ist er wegen versuchten Mordes. Das Messer soll sich der 30-Jährige extra für die Tat besorgt und mehrfach auf den dann bereits wehrlos am Boden liegenden Mann eingestochen haben. Dieser war bei 04.11.2025 Ulm: Sechsköpfige Diebesbande muss sich vor Gericht verantworten Die zwei Frauen und vier Männer im Alter von 33 bis 44 Jahren, alle aus Rumänien, sollen zwischen Februar und April vier Einbrüche in Betriebe im Alb-Donau-Kreis, im Wartburgkreis (Thüringen) sowie in den Landkreisen Esslingen und Aichach-Friedberg begangen haben. Der Vorwurf lautet auf schweren Bandendiebstahl und Beihilfe. Während die Männer die Taten ausgeführt haben sollen, 06.10.2025 Landgericht Ulm: Lange Haftstrafen für Handtaschenräuber Das Ulmer Landgericht blieb damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für beide jeweils acht Jahre für angemessen hielt. Die Verteidiger der beiden Angeklagten hattenn dagegen vier Jahre für den Vater und zweieinhalb bis drei Jahre für den Sohn gefordert und dabei auch angeregt, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Die 1. Große Strafkammer machte es 28.08.2026 Ulmer Landgericht: Fall um versuchten Mord in Göppingen Rund acht Monate nach einem mutmaßlichen Mordversuch an einen Döner-Imbissbesitzer hat der mutmaßliche Schütze zwar den Schuss auf den Mann eingeräumt. Er betonte aber vor dem Ulmer Landgericht über seinen Anwalt, er habe mit Absicht an ihm vorbeigeschossen. «Ich wollte niemanden treffen oder töten», sagte er demnach zum Prozessauftakt. «Es sollte eine letzte Warnung sein.»