Auszeichnung für Erforschung des Steinzeitlebens in der Vogelherdhöhle

Preis für Steinzeit-Foschung

Der Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht in diesem Jahr an Dr. Benjamin Schürch von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Schürchs Arbeit über die Vogelherdhöhle im Lonetal auf der Schwäbischen Alb, eine der bedeutendsten altsteinzeitlichen Fundstellen Europas.

Neue Forschungserkenntnisse

Schürch hat in seiner Arbeit Funde aus der Zeit der Neandertaler und der frühen modernen Menschen untersucht, bis zu 120.000 Jahre alt. Dabei konnte er neue Einblicke in das Leben der Menschen vor rund 42.000 bis 35.000 Jahren gewinnen, als moderne Menschen erstmals gegenständliche Kunst und Musikinstrumente schufen.

„Fast hundert Jahre nach der Entdeckung der Höhle gelang es Benjamin Schürch, der Fundstelle durch vielseitige Methoden noch neue Geheimnisse zu entlocken“, sagt Professor Harald Floss von der Universität Tübingen, der die Laudatio hält. Schürch konnte unter anderem nachweisen, dass Gesteinsmaterialien und Schmuck aus Weichtierschalen über größere Entfernungen in die Höhle gebracht wurden. Außerdem lieferte er erstmals Belege für die Besiedlung der Vogelherdhöhle in der folgenden Gravettien-Kultur und der späteren Mittelsteinzeit.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 5. Februar 2026, um 11 Uhr in den Fürstenzimmern auf Schloss Hohentübingen statt. Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 28. Mal vergeben.

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