Vor rund acht Monaten fand der Spatenstich für die neue Kindertageseinrichtung statt. Jetzt hat Oberbürgermeister Michael Jahn mit seinen Mitgliedern des Stadtrats und der Stadtverwaltung das Richtfest der neuen Kita Auweg gefeiert. Gebaut wurde ein zweistöckiger Holzbau mit Platz für circa 90 Kinder.
Oberbürgermeister Michael Jahn betonte beim Richtfest, die fundamentale, gesellschaftliche und soziale Bedeutung dieser siebenstelligen Investition.
Was wir hier bauen, ist weit mehr als nur ein Gebäude in Holzbauweise. Es ist das Fundament für die Zukunft unserer jüngsten Mitbürger.
Ein Dank ging auch raus an den Investor der benachbarten Wohnbebauung, Geschäftsführer Joachim Heby.
Durch unsere vor neun Jahren vom Stadtrat beschlossene Günzburger Soziale Bodenordnung arbeiten wir hier Hand in Hand: Investoren beteiligen sich fair an den Folgekosten von Wohnprojekten
Der Festakt war auch für das Stuttgarter Architekturbüro VON M GmbH ein besonderer Moment. Jakob Schwellinger hob in seinem Grußwort die architektonischen Besonderheiten hervor.
Wir schaffen einen Ort des Ankommens zwischen Bahnhof, Donau und Günz. Mit seiner quadratischen Form, der grün lasierten Fassade aus Fichtenholz und einem extensiven Gründach bettet sich der quadratische Monolith perfekt in die Grünzüge ein.
Bis auf die betonierte Bodenplatte ist die gesamte Konstruktion aus nachhaltigem Holz gebaut. Im Außenbereich bilden Holzständerwände die Gebäudehülle und im Inneren bleiben es tragende Brettsperrholzwände. Das rund 1.200 Quadratmeter große Gebäude sorgt nicht nur für ein behagliches und gesundes Raumklima für die Kinder, sondern bindet auch langfristig enorme Mengen Kohlendioxid. Laut dem Architekten entsteht so ein Ersparnis von rund 450 Tonnen CO₂.
Ab April 2027 soll der Bau fertiggestellt sein und 15-Krippen- und 75 Kindergartenkinder können in den Neubau einziehen. Das Herzstück der Kindertagesstätte ist eine 130 Quadratmeter große zentrale Halle, die als geschossübergreifendes und verbindendes Element sowie als Interaktionsfläche dienen soll. Das Gebäude ist mit einer Fotovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung ausgestattet. Das begrünte Zeltdach trägt zum sommerlichen Wärmeschutz und zur Regenwasserretention bei. Zudem wird das Gebäude über das Fernwärmenetz der Stadtwerke Günzburg versorgt, welche innovative Energie aus dem gereinigten Abwasser der Kläranlage gewinnt.
Neben der Kindertagesstätte umfasst das Gebäude auch ein integriertes Quartierszentrum mit einem Quartiersraum sowie einem Büro für die soziale Entwicklung des Wohngebiets. Die Räumlichkeiten werden vorübergehend unter anderem der Landesgartenschau 2029 zur Verfügung gestellt und ermöglichen der Stadt zugleich die langfristige Option, das Gebäude bei künftigem Bedarf, um eine zusätzliche Krippengruppe zu erweitern.