Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Blaustein-Klingenstein ist am Mittwochabend ein 88-jähriger Mann ums Leben gekommen. Die Feuerwehr fand den Bewohner leblos in seiner Erdgeschosswohnung. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Der Notruf ging um 21:30 Uhr ein. „Gemeldet war B 2 Rauch im Gebäude“, sagt Feuerwehrkommandant Jörg Mayer. Die Lage verschärfte sich schnell. „Auf Anfahrt hieß es, eine Person vermisst im Gebäude.“ Ein zufällig in der Nähe fliegender Polizeihubschrauber erkundete die Lage aus der Luft. Die Wärmebildkamera zeigte die Brandausbreitung.
Die ersten Kräfte gingen sofort zum Innenangriff über. Sie fanden den vermissten 88-Jährigen in seiner Wohnung. „Daraufhin ist das ersteintreffende HLF mit einer Staffelbesatzung gleich zum Innenangriff übergegangen und hat eine Person vorgefunden, die sie dann aus dem Haus verbracht hat und im Rettungsdienst übergeben“, so Mayer. Eine Notärztin konnte aber nur noch seinen Tod feststellen. Die beiden anderen Hausbewohner waren nicht zu Hause.
Einsatz bei eisiger Kälte
Die eisigen Temperaturen von minus fünf Grad erschwerten den Einsatz. Die Brandstelle lag an einem Berg. „Die Auffahrt hoch ist natürlich immer unsere Problemstelle, da sie ja durchaus jetzt auch wieder anzieht und glatt wird“, erklärt Mayer. Glücklicherweise hatte die Gemeinde gut gestreut. So war die Anfahrt für die Feuerwehr wenig problematisch.
Das gefrierende Löschwasser sorgte für spiegelglatte Straßen. Die Feuerwehrleute hatten aber ein ganzes Fass Streusalz dabei. Auch die Schläuche drohten einzufrieren. Doch das Feuer war bei ihrem Eintreffen bereits weitgehend erloschen. „Da das Feuer aber bereits aus war, als wir die im Raum betreten haben, uns nur kurze Nachlöscharbeiten vorzunehmen waren, haben wir auch Gott sei Dank keinen zu großen Eisteppich hier produziert“, berichtet der Kommandant.
Noch während der Löscharbeiten begann die Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen. Das gesamte Haus war stark verraucht und ist derzeit unbewohnbar. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen des Verstorbenen. Die Schadenshöhe ist noch unklar.