Die Organisatoren der Brenner-Demonstration am 30. Mai rechnen inzwischen mit erheblichem Zulauf. Er wolle sich nicht auf eine Zahl festlegen, aber die 700 fast ausschließlich positiven Mails, die er aus Österreich, Italien und Deutschland bekommen habe, seien ein ermutigendes Zeichen, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, der dpa.
Auch der Tiroler Ministerpräsident Anton Mattle (ÖVP) habe seine Teilnahme als Privatperson zugesagt, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Im Kampf gegen die Belastungen des Transitverkehrs auf dem wichtigen Nord-Süd-Alpenpass übergaben Mühlsteiger und seine Amtskollegen aus dem Wipptal der Tiroler Landespolitik nun ihren Forderungskatalog.
Darin verlangen sie unter anderem einen modernen Lärmschutz und höhere Transitgebühren für Lastwagen, damit die Nutzung des Brenners für den Warentransport künftig weniger attraktiv werde.
Wegen der Demonstration auf der Brenner-Autobahn ist der Transitverkehr am 30. Mai von 11 bis 19 Uhr lahmgelegt. In dieser Zeit ist der bei Urlaubern beliebte Pass – er ist die wichtigste Verbindung zwischen Österreich und Italien – für den Verkehr komplett gesperrt. Es wird mit starken Verkehrsbehinderungen gerechnet.
Aus Sicht der internationalen Alpenschutzkommission CIPRA ist die Demonstration ein deutliches Signal für die wachsende Betroffenheit der Bevölkerung entlang der Transitrouten. «Die Belastungsgrenze ist erreicht, auch auf der italienischen Seite des Brenners», sagte Elisabeth Ladinser, Präsidentin von CIPRA Südtirol. Entscheidend sei neben der allgemeinen Verkehrsreduktion eine bessere Abstimmung und faire Verteilung zwischen den Alpenstaaten.