Diese Lockerungen plant Baden-Württemberg

Größere öffentliche Veranstaltungen und private Feiern im kleinen Rahmen sollen im Südwesten bald wieder erlaubt sein – trotz des Coronavirus. D

In Baden-Württemberg sind ab dem 1. Juni wieder öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen für weniger als 100 Menschen erlaubt. Voraussetzung dafür ist, dass die Hygiene- und Abstandsvorgaben wegen des Coronavirus eingehalten werden. Das habe das grün-schwarze Kabinett beschlossen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Von der Lockerung profitierten vor allem Kinos und Theater.

Zudem werden auch die Corona-Vorgaben für private Feiern wie Hochzeiten gelockert. Kretschmann erklärte, in geschlossenen Räumen dürften daran ab dem 1. Juni bis zu zehn Menschen teilnehmen. Im Freien sind dazu maximal 20 Menschen erlaubt. Kneipen, Bars, Jugendhäuser und öffentliche Bolzplätze dürfen nach Kretschmanns Worten ab dem 2. Juni wieder öffnen. Großveranstaltungen mit mehr als 500 Menschen blieben aber auf jeden Fall bis zum 31. August verboten.

Aufatmen bei vielen Eltern: Kitas und Grundschulen sollen Ende Juni öffnen

Baden-Württemberg will die Kitas bis Ende Juni wieder vollständig öffnen. Dazu sollen mit den Kommunen und Kita-Trägern genaue Konzepte erarbeitet werden. Ministerpräsident Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) stützten sich am Dienstag auf die ersten Erkenntnisse aus einer Studie von den Unikliniken in Baden-Württemberg. Es könne ausgeschlossen werden, dass Kinder besondere Treiber des aktuellen Infektionsgeschehens seien, sagte Kretschmann. Die Studie soll in ein bis zwei Wochen fertig sein.

Kretschmann sagte, nach den ersten Studienergebnissen zum Coronavirus würden Kinder anscheinend nicht nur seltener krank, sondern sie seien wohl auch seltener infiziert als Erwachsene. Daher habe die Landesregierung beschlossen, ein Konzept für die weitere Öffnung der Grundschulen zu entwickeln und Kitas bis Ende Juni vollständig zu öffnen. Die bisherigen Ergebnisse der Studie stünden einer weiteren Öffnung nicht entgegen. Eisenmann kündigte an, gemeinsam mit den Kommunen und den Trägern werde zügig ein Rechtsrahmen erarbeitet.

 

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