Trio soll im Darknet kiloweise Drogen verkauft haben

Vor dem Landgericht Memmingen beginnt am 8. April der Prozess gegen ein Ehepaar aus Blaustein und einen 32-Jähriger Mann aus dem Zollernalbkreis. Es geht um 51,3 Kilo Cannabis, die sie im Darknet verkauft haben sollen.

Die drei sollen sich schon im September 2017 zusammengetan haben: Der 42-jährige Jens G., seine 34-jährige Frau Martina G. und der 32-jährige Stefan J. Die Geschäfte liefen gut. Zu dritt sollen sie über das Darknet, einem versteckten Teil des Inernets, in dem anonymes surfen möglich ist, eine stattliche Summe erlöst haben: mindestens 741.227 Euro. 

Arbeitsteilige Organisation

Stefan J. wird vorgeworfen, die Abnehmer betreut und die Einnahmen verwaltet zu haben. Das Ehepaar war laut Anklage dafür zuständig, die bestellte Ware zu Hause in Blaustein zu verpacken. Jens G. soll die Drogenpost dann auch persönlich in Briefkasten in Neu-Ulm gesteckt haben.

Werktägliche Sendungen

Hinter der Masche steckte richtig Arbeit: Pro Werktag gingen zwischen 16 und 48 Sendungen mit Marihuana raus, verpackt in Groß- oder Maxibriefen, zu einem durchschnittlichen Preis von 20 EUR je Gramm.

Jahrelange Haft möglich

Die Angeklagten mit Ausnahme der Frau sitzen im Untersuchungshaft. Bisher schweigen sie zu den Vorwürfen. Ihnen drohen von 5 bis 15 Jahre Gefängnis.

In dem Prozess sollen elf Zeugen und zwei Sachverständige aussagen. Start ist am 8. April im Landgericht Memmingen.

  

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