In einem emotionalen Brief an die Fans hat Geschäftsführerin Claudia Huitz die Insolvenz der Festspiele Burgrieden GmbH bekannt gegeben. Auslöser seien vier wetterbedingt ausgefallene Vorstellungen in der Saison 2026 gewesen. Der Versicherungsschutz, auf den sich die Veranstalter verlassen hatten, habe nicht gegriffen. Huitz ist überzeugt, dass der Fehler nicht bei den Festspielen liegt. Die Angelegenheit soll jetzt juristisch geklärt werden.
Besonders bitter: Die Festspiele hatten nach schwierigen Jahren wieder Hoffnung geschöpft. Rund 22.000 Besucher kamen 2026 nach Burgrieden. Mit neuer Regie und jungen Teammitgliedern blickten die Verantwortlichen optimistisch in die Zukunft.
Auch die Vorbereitungen für 2027 waren bereits weit fortgeschritten. Ein neuer Hauptdarsteller stand fest, das Plakat war fertig und erste Entwürfe für Textbuch und Bühnenbild lagen vor. Jetzt ist klar: Eine reguläre Spielzeit wird es 2027 nicht geben.
Seit 2014 begeistern die Festspiele Burgrieden mit ihren Karl-May-Inszenierungen, Pferden, Stunts und aufwendigen Bühneneffekten. Nun ist die Zukunft der Freilichtbühne ungewiss. Auch bereits vereinbarte Feste und Veranstaltungen für 2027 und 2028 stehen auf der Kippe.
Für Menschen, die noch Gutscheine besitzen oder bereits eine Hochzeit, einen Geburtstag oder eine andere Feier gebucht haben, gibt es derzeit keine abschließende Antwort. Sobald ein Insolvenzverwalter feststeht, sollen die Betroffenen direkt informiert werden.
Claudia Huitz blickt mit großer Trauer auf die Entwicklung. „Es ist eine Katastrophe“, schreibt sie in ihrem Brief. Gleichzeitig hofft sie, dass auf der Bühne in Burgrieden eines Tages wieder gespielt werden kann. Ob und in welcher Form die Festspiele eine Zukunft haben, ist aber völlig unklar.