Feuer am Eselsberg war offenbar Mordversuch

Mutmaßlicher Täter sitzt in U-Haft

Nach dem schweren Tiefgaragenbrand am Ulmer Eselsberg ist Haftbefehl gegen einen 44-Jährigen erlassen worden.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen begab sich ein 44-Jähriger am Sonntag, 02.04.2023, kurz nach 14 Uhr, zum Eselsberg in die Straße Ochsensteige, wie die Ermittler schreiben.

Der Mann soll dort zunächst in einer Tiefgarage zwei Autos, einen VW Caddy und einen VW Tiguan, in Brand gesetzt haben. Die beide Fahrzeuge, die von seiner getrenntlebenden Frau und deren Lebenspartner genutzt wurden, wurden durch das Feuer komplett zerstört.

Danach soll er zur Wohnung der 35-jährigen Frau gegangen sein, in der sich auch ihr 50-jähriger Lebensgefährte und zwei Jugendliche im Alter von 14 und 17 Jahren aufhielten. Dort soll der 44-Jährige die Scheibe eines Fensters, das sich neben einer Terrassentür befindet, eingeschlagen haben. Durch die Öffnung wollte er wohl Brandbeschleuniger in die Wohnung schütten. Außerdem wollte er wohl in die Wohnung gelangen.

Die Personen, die sich in der Wohnung befanden, konnten mit vereinten Kräften verhindern, dass es der 44-Jährige in die Wohnung schaffte. Dabei zogen sich die Personen und der 44-Jährige zum Teil Schnitte durch das geborstene Glas zu. Die Angegriffenen riefen die Polizei, die den 44-Jährigen an der Wohnung vorläufig festnahm. Hiergegen wehrte er sich so vehement, dass die Polizei mit mehreren Streifen anrücken musste.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den Mann. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht der Verdacht, dass der 44-Jährige seine von ihm getrenntlebende Ehefrau und deren Lebenspartner töten wollte.

Der 44-Jährige wurde heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei dauern an.

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