Containeranlage in Ulm-Wiblingen: Baden-Württemberg investiert 924.000 Euro

Wohnraum für Geflüchtete

Das Land Baden-Württemberg fördert eine geplante Container-Anlage in Ulm-Wiblingen mit 924.000 Euro. Das Land übernimmt damit rund 20 Prozent der Gesamtkosten.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Bau einer neuen Containeranlage in der Donautalstraße in Ulm-Wiblingen mit einem Förderbetrag von 924.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm „Wohnraum für Geflüchtete“. Erst kürzlich hat die Stadt Ulm den Förderbescheid der L-Bank erhalten.

Landesförderung deckt 20 Prozent der Baukosten

Die Fördersumme deckt etwa 20 Prozent der Gesamtkosten für die Errichtung einer Unterkunft, die bis zu 112 Geflüchteten mit Bleibeperspektive Platz bieten soll. Die modulare Anlage besteht aus insgesamt 16 Containern. Ein großer Vorteil dieser Bauweise: Sollten die Container an diesem Standort nicht mehr benötigt werden, können sie problemlos ab- und an einem anderen Ort wieder aufgebaut und weitergenutzt werden.

Gemeinderat entscheidet über Standorte

Am 24. April 2024 hat der Gemeinderat Ulm entschieden, dass die Containeranlage auf dem Gelände zwischen dem Schulze-Delitzsch-Weg und der Johannes-Palm-Straße errichtet wird. Zudem wurde ein zweiter Standort bei der Bezirkssportanlage Wiblinger Ring ins Auge gefasst. Hierfür hat die Stadt ebenfalls einen Förderantrag gestellt, über den jedoch noch nicht entschieden wurde.

Baubeginn in 2025 geplant

Der Startschuss für den Bau der Containeranlage in der Donautalstraße ist für Mai/Juni 2025 geplant. Mit dieser Förderung setzt Baden-Württemberg ein klares Zeichen für die Schaffung von Wohnraum für Geflüchtete und eine flexible, nachhaltige Nutzung von Ressourcen.

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