Folgen der Dürre - Donau führt extrem wenig Wasser

Donau zeigt bereits Sandbänke

Der Wasserstand der Donau ist dieses Jahr ungewöhnlich niedrig. Am Pegel Hundersingen im Kreis Sigmaringen schrillen die Alarmglocken.

Der mittlere Abfluss der Donau liegt am Pegel Hundersingen normalerweise bei 26,6 Kubikmetern pro Sekunde. Am 30. Juni wurde dort im Tagesmittel ein Abfluss von 4,12 Kubikmetern pro Sekunde gemessen.  Damit führt die Donau an dieser Stelle aktuell nur noch einen Bruchteil der üblichen Wassermenge. Der Pegel Hundersingen gilt als wichtiger Messpunkt für die baden-württembergische Donau.

Niedrigwasser kommt ungewöhnlich früh

Besonders auffällig ist der Zeitpunkt: Solche niedrigen Wasserstände treten an der oberen Donau normalerweise eher im Spätsommer oder Herbst auf. Ende Juni ist eine so deutliche Niedrigwasserlage ungewöhnlich. Nach Angaben des Niedrigwasser-Informationszentrums Baden-Württemberg liegt die Donau im Bereich Hundersingen aktuell in der Stufe „extrem niedrig“. Auch andere Flüsse im Südosten Baden-Württembergs sind betroffen, darunter Riß, Schussen und Argen.

Trockenheit und Hitze verschärfen die Lage

Grund für die niedrigen Pegel ist vor allem die anhaltende Trockenheit der vergangenen Monate. Schon der Mai war zu trocken, im Juni fiel in Baden-Württemberg nur etwas mehr als die Hälfte der sonst üblichen Niederschlagsmenge.

Dazu kommen die hohen Temperaturen. Sie sorgen dafür, dass mehr Wasser verdunstet und die Abflüsse in den Flüssen weiter zurückgehen. An der Donau sind die Folgen sichtbar: Kiesbänke treten hervor, flache Uferbereiche fallen trocken, kleinere Seitenarme führen nur noch wenig Wasser.

Entspannung nur durch längeren Regen

Für Fische und andere Wasserlebewesen wird die Lage zusätzlich schwierig, weil sich flache Gewässer schneller erwärmen. Auch die Wassertemperaturen in mehreren Flüssen im Land liegen weiterhin deutlich über den langjährigen Maximalwerten.

In vielen Kreisen ist die Entnahme von Wasser aus Flüssen und Bächen bereits eingeschränkt oder verboten. Das soll verhindern, dass sich die Situation weiter verschärft. Kurzzeitige Regenfälle können die Pegel zwar vorübergehend ansteigen lassen. Für eine nachhaltige Entspannung bräuchte es aber längeren, flächendeckenden Regen mit geringer Intensität. Bleibt es weiter trocken, dürfte sich die Niedrigwasserlage in den kommenden Wochen weiter verschärfen.

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