Geständnisse im Kokain-Prozess

Im Prozess um den Handel mit einer halben Tonne Kokain haben die meisten Angeklagten ein Geständnis abgelegt.

Bis auf einen Angeklagten hätten sie eine entsprechende Erklärung abgegeben, sagte ein Sprecher des Landgerichts Memmingen am Donnerstag. Die Verteidiger der Angeklagten hatten die Erklärung bereits angekündigt, nachdem das Gericht im Falle eines Geständnisses mildere Strafen angeboten hatte.

Das Kokain landete in Neu-Ulm

In dem Verfahren geht es darum, dass 499 Kilogramm Kokain aus Ecuador über die Niederlande beim Fruchthof Nagel in Neu-Ulm landeten. Das Rauschgift war in Bananenkisten versteckt und wurde bei dem Fruchtgroßhandel in Schwaben entdeckt. Die Polizei legte dann Imitate in die Obstkisten und nahm die nun angeklagten sechs Männer fest, als sie bei dem Unternehmen einbrachen, um das Kokain abzuholen.

Nach der Erklärung der Angeklagten wurden sie von einem Unbekannten angesprochen, um sich an dem illegalen Geschäft zu beteiligen. Sie hätten zwar gewusst, dass es um Drogen geht, jedoch keine Details gekannt. Aus Geldnot hätten sie den Auftrag übernommen. Die Strafkammer hatte bei einem Geständnis Gefängnisstrafen im Bereich von fünfeinhalb bis sieben Jahren und drei Monaten angeboten.

Das Urteil in dem Prozess könnte im November verkündet werden.

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