Nach Maskenaffäre: Huml und Aiwanger müssen im Maskenausschuss des Landtags aussagen

Maskenausschuss des Landtags ist auf der Zielgeraden

Ziemlich genau ein Jahr nach seiner Einsetzung befindet sich der Maskenausschuss des Landtags auf der Zielgeraden. Drei wichtige Zeugen stehen in dieser Woche noch auf der Vernehmungsliste.

Mit Ex-Gesundheitsministerin Melanie Huml und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger stehen zum Wochenstart im Maskenausschuss des Landtags weitere hochkarätige Zeugen an. Den Auftakt (09.30 Uhr) in der 44. Sitzung des Gremiums macht die CSU-Politikerin, die zu Beginn der Pandemie und bis vor rund einem Jahr das Gesundheitsministerium leitete. Humls Nachfolger Klaus Holetschek (CSU) hatte bereits vor dem Untersuchungsausschuss ausgesagt und dabei Kritik am Corona-Management der Staatsregierung zurückgewiesen.

Bei der Befragung von Huml dürfte es unter anderem darum gehen, wie sie sich persönlich für das Zustandekommen einzelner Maskengeschäfte eingesetzt hat. Als ehemalige Gesundheitsministerin trägt sie die politische Verantwortung für die Maskenbeschaffung. Auch Freie-Wähler-Chef Aiwanger hatte in der Pandemie über Kontakte seines Wirtschaftsministeriums den Kauf von Masken unterstützt. Seine Vernehmung ist am Montagnachmittag geplant (14.30 Uhr).

Ziel des im Dezember 2021 vom Landtag auf Drängen von SPD, Grünen und FDP eingesetzten Ausschusses war und ist es insbesondere, Masken-Geschäfte der Staatsregierung in der Corona-Pandemie sowie mögliche Beteiligungen von Politikern und teils hohe Provisionszahlungen auch an Abgeordnete aufzuklären – wobei die Provisionen von beteiligten Firmen kamen. Am Freitag (16. Dezember) soll mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der vorerst letzte Zeuge vernommen werden.

Darum geht es

Im Zentrum der Maskenaffäre stehen die langjährigen CSU-Abgeordneten Alfred Sauter und Georg Nüßlein, die zu Beginn der Corona-Pandemie für die Vermittlung von Masken-Geschäften üppige Provisionen kassierten. Juristisch sah der Bundesgerichtshof den Tatbestand der Bestechlichkeit nicht als erfüllt – weil die Abgeordneten dazu im Parlament selbst hätten tätig werden müssen. Sauter und Nüßlein betonten stets, in ihren Rollen als Anwälte agiert zu haben. Gleichwohl haben auch CSU-Spitzenpolitiker das Handeln der beiden ehemaligen Kollegen etwa als moralisch verwerflich bezeichnet.

Das könnte Dich auch interessieren

08.03.2026 Kommunalwahl 2026: Entscheidungen gefallen Die Kommunalwahl 2026 hat in mehreren Städten der Region klare Entscheidungen gebracht. Während einige Amtsinhaber bestätigt wurden, bekommt Günzburg nach 24 Jahren einen neuen Oberbürgermeister. 20.05.2026 Wirtschaftsregion Günzburg/Neu-Ulm: Mit Förderung in die Zukunft Das Projekt „Resilienzregion Günzburg/Neu-Ulm“ erhält ab 2026 eine Förderung des Bundes in Höhe von 448.000 Euro. Das Geld kommt aus dem Programm „RegioStrat“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Regionalmarketing Günzburg GbR hatte den Antrag gestellt und im Januar 2026 den Zuschlag bekommen. Bundesweit werden lediglich 12 Vorhaben gefördert. Am 5. Mai hat 04.05.2026 Neu-Ulm: IHK Schwaben greift der Kommunalpolitik unter die Arme Mit dem Start der neuen kommunalen Amtszeit am 1. Mai rückt die IHK Schwaben die Standortbedingungen in Neu-Ulm in den Fokus. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft stehen vor allem Bildung und Fachkräfte-Sicherung, schnellere Verwaltungs-Verfahren, lebendige Innenstädte und Flächen-Entwicklung sowie leistungsfähige Verkehrs-Anbindungen auf der Agenda. Die Regionalversammlung Neu-Ulm der IHK Schwaben bietet den neu gewählten kommunalen 01.10.2025 Neu-Ulm: Stadt wird „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ Diese Entscheidung fiel nach einer ganztägigen Bereisung durch eine Bewertungs-Kommission am vergangenen Montag (29. September). Bereits seit 2001 arbeitete die Stadt auf eine Vollmitgliedschaft hin. In den letzten Jahren setzte Neu-Ulm konsequent Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs um – darunter Verbesserungen an der Infrastruktur, ein regelmäßig aktualisiertes Maßnahmenprogramm sowie eine enge Zusammenarbeit mit dem ADFC,