IHK Ulm fordert Klarheit für Hotel- und Gaststättengewerbe

Die IHK Ulm fordert einen konkreten und verlässlichen Fahrplan für das Hotel- und Gaststättengewerbe.




Am 22. März steht der nächste Corona-Gipfel von Bund und Ländern an. Die IHK Ulm fordert als Ergebnis einen konkreten und verlässlichen Fahrplan für das Hotel- und Gaststättengewerbe. „Dieser Wirtschaftsbereich wurde bei den letzten Beschlüssen nahezu vollständig ausgeklammert. Es wird daher dringend Zeit, endlich eine Perspektive für die betroffenen Unternehmen aufzuzeigen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin W. Deinhard. Schließlich sei es auch das Hotel- und Gaststättengewerbe, dass durch die Corona-Maßnahmen mit am stärksten in Mitleidenschaft gezogen werde.

RKI bescheinigt Hotellerie niedriges Infektionsrisiko

Zahlreiche Betriebe stünden nach Monaten des Lockdowns mit dem Rücken zur Wand. „Vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung seit kurzem wieder Urlaub in anderen Ländern wie Mallorca erlaubt, ist es schlichtweg auch nicht mehr erklärbar, warum gleichzeitig noch nicht einmal Urlaub im eigenen Bundesland möglich sein sollte“, so Deinhard weiter. Die IHK verweist in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Analyse des Robert-Koch-Instituts, die der Hotellerie ein niedriges Infektionsrisiko bescheinigt.

Das sture Festhalten an Inzidenzwerten als maßgebliche Leitplanke erscheint der IHK Ulm auch allgemein immer fragwürdiger. Mit einer Zunahme der Testungen liege es auf der Hand, dass die absolute Zahl an Infektionsfeststellungen steige. Folglich seien vielmehr auch andere Kriterien, wie die Auslastung des Gesundheitssystems oder die Impfquote, zu berücksichtigen.

Öffnung der Außengastronomie steht in den Sternen

Nach dem derzeit rein inzidenzgestützten Vorgehen steht hingegen selbst die Öffnung der Außengastronomie weiter in den Sternen. Und dies war der einzige Bereich, für den beim letzten Corona-Gipfel zumindest eine vage Öffnungsperspektive aufgezeigt wurde. Für die IHK Ulm ist das unverständlich. Denn wie bei Click & Meet im Einzelhandel greife auch bei der Außengastronomie neben den guten Hygienekonzepten die eingeschränkte Zahl an zulässigen Kunden und die Dokumentationspflicht zur Nachverfolgung. Zudem würden Zusammenkünften im Freien ohnehin ein niedriges Infektionsrisiko attestiert. „Zumindest an dieser Stelle wäre also eine Öffnung mit deutlich besserer Planbarkeit der Geschäftstätigkeit überfällig. Und zwar ohne weitere bürokratische Hürden“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Das sieht auch Peter Ebbinghaus vom gleichnamigen Restaurant in Burgrieden so, der zugleich Mitglied der Vollversammlung der IHK Ulm ist: „Die Gastronomie benötigt für ihren Betrieb eine verlässliche Perspektive mit Vorlauf. Schließlich müssen wir frische Ware einkaufen und Personal einplanen.“

Das könnte Dich auch interessieren

18.03.2026 Ekel-Alarm in Ulmer Dönerbude: Soße mit rostigem Gipsrührer gemischt, Salat aus dem Mülleimer Mülltonnen statt Küche Bei einer Kontrolle im Februar 2026 entdeckte das Veterinäramt Ulm eklige Zustände in einer Dönerbude in der Ulmer Frauenstraße. Frische Brotkörbe standen ohne Unterlage auf fettverschmiertem Asphalt im Innenhof. Geschnittener Eisbergsalat wurde nicht in Kühlbehältern gelagert, sondern einfach in Wasser in Kunststoffmülleimern – eine regelrechte Nährboden-Falle für Bakterien. Dönersoße mit Bohrmaschine Besonders 13.03.2026 Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen eröffnet 2027 eigene Brauereigaststätte Direkt neben der Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen wird bis 2027 wieder eine Brauereigaststätte eröffnen: „Zum goldenen Ochsen“. Das historische Gebäude von 1852, das seit Jahrzehnten leersteht, wird derzeit sorgfältig saniert und modernisiert, um die Verbindung von Tradition und zeitgemäßer Nutzung zu schaffen. Zwölf Biersorten direkt ins Glas Die brauereieigene Gaststätte soll Platz für rund 90 05.12.2025 IHK Ulm errichtet neues „Haus der Bildung“ Mit dem Neubau setzt die IHK Ulm auf Zukunftsfähigkeit. Auf rund 1.800 Quadratmetern Nutzfläche entstehen zwölf hochmoderne Schulungsräume, die insgesamt Platz für bis zu 300 Teilnehmer bieten. Die neuen Lernwelten sollen durch moderne Pädagogik, Digitalisierung und nachhaltiges Bauen geprägt sein. Umzug geplant Der Neubau ersetzt die bisherigen, angemieteten Räumlichkeiten in der Schwabenstraße 25 in Neu-Ulm. 21.11.2025 Stadt Ulm informiert über Einführung der Übernachtungssteuer Die Stadt Ulm lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Dienstag, 2. Dezember 2025, um 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung über die geplante Übernachtungssteuer ein. Die Veranstaltung findet im m25 hinter dem Ulmer Münster statt. Austausch zwischen Verwaltung, Gemeinderat und Öffentlichkeit Ziel ist es, über den Entwurf der Steuer, die rechtlichen Grundlagen und die organisatorischen