"Kriegsspiele": Zweiwöchige NATO-Übung in Ulm startet am Montag - mit Fotogalerie

Wilhelmsburg-Kaserne

Am Montag beginnt in Ulm die zweiwöchige NATO-Übung STEADFAST FOXTROT 2026. Drei Planspiele testen Versorgung, Logistik und medizinische Betreuung von Truppen unter realistischen Bedingungen. Ulm als NATO-Standort sorgt für Lob wegen seiner Einsatzbereitschaft, aber auch für Kritik an Militarisierung und Kosten.

In der Wilhelmsburg-Kaserne in Ulm beginnt am Montag, den 16. März 2026, die NATO-Übung STEADFAST FOXTROT 2026 (STFX26). Über zwei Wochen hinweg werden drei Planspiele durchgeführt, um die Einsatzbereitschaft und Versorgung von NATO-Truppen zu trainieren.

Die drei Planspiele auf einen Blick

Versorgungsplanspiel – „Sustainment Wargame“
Hier werden Logistikabläufe und Entscheidungsprozesse unter realistischen Bedingungen getestet. Ziel ist es, die Versorgung von Truppen in Europa zuverlässig zu gewährleisten.

Medizinisches Planspiel – „Medical Wargame“
Dieses Planspiel simuliert die Evakuierung und medizinische Betreuung von Truppen. Militärische und zivile Strukturen arbeiten dabei eng zusammen, um Patienten im Ernstfall schnell zu versorgen.

Konzeptprobe – „Rehearsal of Concept Drill“
Die NATO probt Abläufe zur Verstärkung und Versorgung von Truppen. Dabei werden bestimmte, besonders herausfordernde Teile des Plans geübt und optimiert.

Internationale Kommandos in Ulm

In der Wilhelmsburg-Kaserne in Ulm sind seit Jahren zwei internationale militärische Kommandos angesiedelt: das Joint Support and Enabling Command (JSEC) der NATO sowie das Multinationale Kommando Operative Führung (MKO) der EU. Beide Kommandos koordinieren wichtige logistische, operative und strategische Aufgaben in Europa und machen Ulm zu einem zentralen Standort für internationale Sicherheits- und Verteidigungsoperationen. 

Kritik und Befürwortung

Kritiker sehen im Ulmer Standort eine Militarisierung in Friedenszeiten. Sie bemängeln Kosten, mögliche Umweltbelastungen und teils geringe Transparenz bei Großübungen. Befürworter heben die Abschreckungswirkung und schnelle Einsatzbereitschaft der NATO hervor, die durch solche Übungen gewährleistet werden. Experten betonen, dass NATO‑Standorte wie Ulm theoretisch Teil eines Konflikts werden könnten, konkrete Pläne für Angriffe auf die Stadt gibt es jedoch nicht.

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