39 Land- und Stadtkreise profitieren von den neuen Geldern. Die Fördermittel fließen in zentrale Bereiche der Wasserwirtschaft: in die Trinkwasserversorgung, die Abwasserentsorgung sowie in Hochwasserschutz und Gewässerökologie.
Umweltministerin Thekla Walker betont, wie wichtig die Investitionen sind: Die Folgen der Klimakrise seien längst spürbar, mit mehr Trockenperioden, Starkregen und Hochwasser. Deshalb müsse die Wasserinfrastruktur dringend modernisiert und widerstandsfähiger gemacht werden.
Ein großer Teil der Mittel, rund 107,6 Millionen Euro, ist für die Abwasserbeseitigung vorgesehen. Hier geht es unter anderem um die Modernisierung von Kläranlagen und den Ausbau um zusätzliche Reinigungsstufen, die Schadstoffe besser herausfiltern. Weitere 87 Millionen Euro fließen in die Wasserversorgung. Geplant sind beispielsweise neue Leitungen, moderne Wasserwerke und leistungsfähigere Pumpanlagen. Knapp 71 Millionen Euro investiert das Land außerdem in den Hochwasserschutz und die ökologische Verbesserung von Gewässern. Dazu gehören etwa Rückhaltebecken, Maßnahmen gegen Starkregen sowie die Renaturierung von Flüssen und Bächen.
In der Region Schwaben erhalten die meisten Projekte einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Hervorzuheben sind zwei Projekte, die deutlich mehr Anteile bekommen: Für die Abwasserbeseitigung im Raum Langenau wird in Öllingen eine Summe von fast 1,2 Millionen Euro investiert. Und für die Wasserversorgung im Kreis Heidenheim fördert das Land den Neubau der Wasserleitung zwischen Hofen und Eglingen mit über 1,2 Millionen Euro.
Die jetzt vorgestellten Projekte wurden von den Kommunen angemeldet, sind aber noch nicht final genehmigt. Die konkrete Förderung erfolgt erst im nächsten Schritt über einzelne Bewilligungsbescheide.