Mann wollte Ex-Partnerin umbringen - Prozess startet

Die Tat geschah am Ulmer Eselsberg

Das Landgericht Ulm muss es entscheiden: Wollte ein Mann seine Ex-Partnerin umbringen? Nun startet der Prozess

Der 44-jährige Angeklagte soll Anfang April 2023 in einer Tiefgarage in Ulm die beiden Autos seiner heute 36-jährigen getrenntlebenden Ehefrau und deren heute 51-jährigen Partner mit Benzin übergossen und angezündet haben. Neben den beiden Autos sollen vier weitere Fahrzeuge sowie Elektrik, Gebäudefassade und Nahwärmerohre in der Tiefgarage durch den Brand beschädigt worden sein, wie die Staatsanwaltschaft Ulm mitteilt.

Anschließend soll der Angeklagte zu der Wohnung gegangen sein, in der seine getrenntlebende Ehefrau, der heute 15-jährige gemeinsame Sohn, der Partner seiner getrenntlebenden Ehefrau sowie dessen heute 18-jähriger Sohn gemeinsam gewohnt haben sollen. Dort soll er mit einem Stein ein Fenster eingeschlagen und durch das Fenster Benzin in die Wohnung gegossen haben.

Als der 51-Jährige hinzugekommen sei und realisiert habe, dass der Angeklagte das Benzin habe entzünden wollen, soll der 51-Jährige versucht haben, dem Angeklagten das Feuerzeug aus der Hand zu schlagen und ihn am Betreten der Wohnung zu hindern. Hierauf soll der Angeklagte auf den 51-Jährigen eingeschlagen haben, der die Schläge erwidert haben soll. Im weiteren Verlauf soll der Angeklagte den 51-Jährigen mit Benzin übergossen und versucht haben, das Feuerzeug zu betätigen. Dagegen soll sich der 51-Jährige gewehrt haben. In dem anschließenden Gerangel soll es ihm gelungen sein, dem Angeklagten das Feuerzeug aus der Hand zu schlagen.

Als schließlich alarmierte Polizeikräfte eingetroffen seien, soll der Angeklagte mit einer Glasscherbe in Richtung des Oberkörpers einer Polizeibeamtin gestochen haben und sich gegen die Festnahme und ärztliche Behandlung gewehrt haben. Zudem wird dem Angeklagten vorgeworfen, in alkoholisiertem Zustand mit einem Auto zu der Örtlichkeit gefahren zu sein.

Rechtlich wird dem Angeklagten fahrlässige Trunkenheit im Verkehr, schwere Brandstiftung in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung, Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen und mit Sachbeschädigung, versuchter Mord in vier tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit besonders schwerer Brandstiftung und mit Körperverletzung sowie tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in vier tateinheitlichen Fällen und mit versuchter gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Derzeit sind folgende Sitzungstage vorgesehen:

Zu allen Terminen ist zudem ein psychiatrischer Sachverständiger geladen.

Das könnte Dich auch interessieren

08.11.2025 Nächste Klatsche für die Spatzen – Rostock fegt Ulm mit 5:0 vom Platz Der SSV Ulm 1846 Fußball hat den nächsten bitteren Rückschlag kassiert. Gegen Hansa Rostock verloren die Spatzen klar mit 0:5 und warten damit weiter auf ein Erfolgserlebnis. 06.10.2025 Landgericht Ulm: Lange Haftstrafen für Handtaschenräuber Das Ulmer Landgericht blieb damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für beide jeweils acht Jahre für angemessen hielt. Die Verteidiger der beiden Angeklagten hattenn dagegen vier Jahre für den Vater und zweieinhalb bis drei Jahre für den Sohn gefordert und dabei auch angeregt, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Die 1. Große Strafkammer machte es 12.05.2025 Oberer Eselsberg: Auto übersieht Straßenbahn in Ulm Ein 36-jähriger Audifahrer hat am Samstagnachmittag auf dem Mähringer Weg Richtung Uni beim Abbiegen eine aus der Stadt kommende Straßenbahn übersehen. Beim Zusammenstoß wurden der Autofahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin verletzt. Sie kamen in eine Klinik. Die Insassen der Straßenbahn blieben unverletzt. Hoher Sachschaden Der Audi des Mannes musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden, die 13.02.2026 Startschuss für Mega-Projekt: A8-Albaufstieg wird sechsspurig ausgebaut Mit einem feierlichen Spatenstich ist heute der Startschuss für das wohl größte Autobahnprojekt im Ländle gefallen: Der A8-Albaufstieg zwischen Mühlhausen und Hohenstadt wird auf sechs Spuren ausgebaut.