Mehr Gründungen in Westschwaben: Neu-Ulm punktet bei Start-ups

KI als großer Treiber

Es läuft mit den Start-Ups in der Region. Die Gründerszene gründet fleißig. Die IHK Schwaben macht das an den attraktiven Rahmenbedingungen in der Region fest - trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

In Westschwaben sind im vergangenen Jahr über 2.380 neue Gewerbe angemeldet worden. Das waren fast zehn Prozent mehr als 2024. Gleichzeitig ging die Zahl der Gewerbeabmeldungen auf 1.720 zurück. Das zeigt eine Auswertung der amtlichen Gewerbestatistik durch die IHK Schwaben. Damit fällt die Bilanz für die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen deutlich positiv aus: Es wurden wesentlich mehr Betriebe gegründet als abgemeldet.

Geschäftsidee als Nebenberuf

Viele Gründer behalten zunächst ihren bisherigen Arbeitsplatz und bauen das Unternehmen nebenberuflich auf. So können sie testen, ob ihre Idee auf dem Markt funktioniert, ohne sofort vollständig von den Einnahmen aus dem neuen Gewerbe abhängig zu sein. Dass die Zahl der Abmeldungen zurückgeht, wertet die IHK als Hinweis darauf, dass sich viele der neu gegründeten Betriebe längerfristig am Markt behaupten können.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Digitalisierung. Neue Programme und Anwendungen ermöglichen es, Geschäftsmodelle schneller und mit weniger Geld zu entwickeln und zu testen. Besonders Künstliche Intelligenz eröffnet nach Angaben der IHK neue Möglichkeiten.

Unterstützung bekommen Gründer in der Region durch verschiedene Einrichtungen. Dazu gehören unter anderem die Hochschule Neu-Ulm mit ihrem Founders Space, das Technologie- und Förderzentrum TFU, das Areal Digital in Leipheim sowie die Netzwerke Startup-Region Ulm und StartupSüd.

Neu-Ulm liegt im Start-up-Ranking vor Augsburg

Auch im bundesweiten Vergleich kann sich Neu-Ulm behaupten. In einem Ranking nach der Zahl aktiver Start-ups je 100.000 Einwohner belegt die Stadt nach Angaben der IHK Platz 63. Damit liegt Neu-Ulm vor größeren Städten wie Augsburg und Ingolstadt.

Insgesamt entwickelte sich Bayerisch-Schwaben bei den Neugründungen stärker als der bundesweite Durchschnitt. Während die Zahl deutschlandweit um 7,7 Prozent zunahm, lag das Plus in Bayerisch-Schwaben bei 8,45 Prozent.

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