Mehrere Jahre Haft für Darknet-Drogenhändler

Wegen Drogenhandels im Darknet sind zwei Männer am Landgericht Memmingen zu sechs Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden.

Das Gericht ordnete am Donnerstag nach Angaben eines Sprechers zudem an, die beiden Angeklagten in einer Entzugsklinik unterzubringen. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer mehr als 50 Kilogramm Cannabisprodukte per Post an Abnehmer aus dem Darknet verschickt hatten. Die Ehefrau eines der Angeklagten wurde zudem wegen Beihilfe zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig (Az. 2 KLs 620 Js 1285/20).

Die Masche

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat das Trio bei mehr als 8700 Drogen-Verkäufen rund 740 000 Euro verdient. Mehrere Dutzend Drogenbriefe wurden demnach täglich versandt. Die Angeklagten hatten die Taten vor Gericht gestanden. Für diesen Fall hatte die Kammer den Männern zuvor ein Strafmaß von sechs bis sechseinhalb Jahren zugesagt. Während der Ermittlungen hatten sich die Männer zunächst zu den Vorwürfen nicht geäußert.

Die Angeklagten

Die Beschuldigten kommen aus Baden-Württemberg. Es handelt sich um einen 42-Jährigen aus Blaustein (Alb-Donau-Kreis) und dessen 34 Jahre alte Ehefrau. Der dritte Verdächtige ist ein 32-Jähriger aus Trochtelfingen (Landkreis Reutlingen). Da die Drogenbriefe unter anderem in Neu-Ulm über Briefkästen losgeschickt wurden, waren die drei in Bayern angeklagt worden.

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