Nikolaus seilt sich von der Ulmer Kinderklinik ab

Fast schon traditionell hat sich der Nikolaus von der Ulmer Kinderklinik abgeseilt und zahlreiche Kinder beschenkt.

Zum fünften Mal haben sich ehrenamtliche Höhenretter der Feuerwehr Ulm vom Klinikdach über die Glasfassade abgeseilt, um Kindern eine Freude zu machen.

Schon eine halbe Stunde vorher waren die Kinder der Kindertagesstätte „Fuchsbau“ des Universitätsklinikum und des Zentrums „Guter Hirte“ vor dem Haupteingang der Kinderklinik am Michaelsberg und haben sich warmgesungen. Derweil bereiteten sich auf dem Dach die Höhenretter vor, sich die rund 15 Meter hohe Glasfassade abzuseilen. Im jährlichen Wechsel mit der Kinder- und Jugendpsychatrie am Safranberg kommt der Nikolaus auf diesem besonderen Weg.

Dieses Jahr hat Christian Hagg, der sich als Nikolaus in die Tiefe wagte, zwei Begleiter dabei. David Driegert beeindruckte als Superman, doch Simon Stephany stahl den beiden im Spiderman-Kostüm fast die Show. Erst schwingt er sich auf das Dach eines Seitenflügels, um dann auch noch kopfüber die Glasfassade herunterzulaufen.

Doch unten war dann doch alles wieder wie immer und der Nikolaus war der begehrteste Gast, schließlich hatte er die großen Säcke mit den Geschenken dabei. Das Strahlen in den Kinderaugen war nicht zu übersehen, als die Kleinen eine Süßigkeit direkt aus den Händen des Nikolaus bekommen. Ein Sack wurde an Professor Dr. Klaus-Michael Debatin, den ärztlichen Direktor der Klinik, und an Daniele Kerner, die Pflegedienstleiterin, übergeben, denn viele Kinder können aufgrund ihrer Erkrankungen das Bett gar nicht verlassen oder höchstens vom Fenster aus dem Nikolaus zuschauen. Debatin strahlte fast genauso wie die Kinder über die Aktion der Höhenretter, denn er möchte seinen kleinen Patienten so viel Normalität wie möglich bieten und dazu gehört natürlich auch, dass am Nikolaustag der Nikolaus vorbeikommt.

Bundesweit kennt Johannes Hühn, der Leiter der Ulmer Höhenrettungsgruppe, insgesamt 58 Aktionen von Höhenrettern, die auf diese Art Kindern einen Glücksmoment bereiten. Gemeinsam mit der Hamburger Höhenrettungsgruppe hatte er schon im Sommer die Leiter aller Höhenrettungsgruppen angeschrieben, um diese große Zahl an Nikoläusen von Kinderkliniken abzuseilen.

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