Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung und des Wiener Instituts für Familienforschung zeigt: Nur eine Minderheit der Kitas in Deutschland verfügt über genug Personal, um allen Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung und Betreuung zu bieten. Bundesweit erfüllt nur etwa jede siebte Einrichtung die wissenschaftlich empfohlene Personalausstattung.
Regionale Unterschiede sind deutlich: Baden-Württemberg schneidet vergleichsweise gut ab – viele Kitas sind hier optimal besetzt und erreichen die empfohlenen Personalschlüssel. Bayern liegt hingegen darunter: Nur rund jede achte Kita erfüllt die Personalquote. Jede zehnte Einrichtung im Freistaat arbeitet sogar mit weniger als 60 Prozent des empfohlenen Fachpersonals.
Die Studie betont, dass ausreichendes Personal entscheidend für die individuelle Förderung der Kinder ist, insbesondere für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache oder mit besonderen Förderbedarfen. Experten warnen, dass unzureichend besetzte Kitas die Chancengleichheit beeinträchtigen können.
Bildungsfachleute sehen die geplanten Programme wie das Startchancen-Programm als Möglichkeit, die Situation zu verbessern – vorausgesetzt, die Mittel werden gezielt dort eingesetzt, wo der Bedarf am größten ist.