Organspende für AfD-Wähler? Zoff um Weißenhorner Stadträtin

Shitstorm ausgelöst

Mit einer provokanten Frage zur Organspende an AfD-Wähler entfacht die Weißenhorner Grünen-Stadträtin Julia Probst eine hitzige Debatte. Rechte und linke Stimmen reagieren empört – Probst spricht von einem Gedankenexperiment.

Mit einer provokanten Frage auf der Plattform X (ehemals Twitter) hat die Weißenhorner Grünen-Stadträtin Julia Probst für breite Diskussionen gesorgt:
„Würdet ihr Organe eines Angehörigen spenden, wenn der Empfänger AfD wählt?“

Die Reaktionen im Netz reichten von Empörung bis Zustimmung: Aus rechten und konservativen Kreisen kam heftige Kritik – man warf Probst vor, Spaltung und Ausgrenzung zu fördern.

Auch linke Stimmen übten Widerspruch: Das Thema Organspende eigne sich nicht für politische Experimente, warnte man. Andere linke und liberale Nutzer verteidigten den Denkanstoß als Versuch, ethische Fragen in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Konflikte sichtbar zu machen.

Provokation oder Tabubruch?

In einer Umfrage unter dem Post sagten rund 25 Prozent, sie würden in diesem Fall auf eine Organspende verzichten. Dabei ist die rechtliche Lage natürlich klar: In Deutschland entscheiden ausschließlich medizinische Kriterien über die Vergabe von Spenderorganen – politische Ansichten spielen keine Rolle. Probst spricht von einem reinen Gedankenexperiment.

Julia Probst ist seit 2022 für die Grünen im Weißenhorner Stadtrat. Die 1981 geborene Neu-Ulmerin ist von Geburt an gehörlos, bekannt als Bloggerin und Social-Media-Aktivistin. Politisch war sie zuvor auch bei der Piratenpartei engagiert.

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