Schwacher Jahresauftakt belastet das regionale Handwerk

Stimmung kippt deutlich

Schwacher Start fürs Handwerk in der Region: Laut Handwerkskammer Ulm bewerten nur 38 % der Betriebe die Lage als gut, deutlich weniger als im Vorjahr. Hohe Kosten, weniger Aufträge und sinkende Umsätze belasten viele Unternehmen zwischen Ostalb und Bodensee.

Das Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee ist mit großen Sorgen ins Jahr 2026 gestartet. Laut einer aktuellen Umfrage der Handwerkskammer Ulm bewerten nur noch 38 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut. Im Vorjahr war die Stimmung noch deutlich besser. Gleichzeitig meldet inzwischen fast jeder dritte Betrieb eine schlechte Geschäftslage – ein deutlicher Warnruf aus der Branche.

Kostenexplosion trifft Betriebe hart

Viele Unternehmen stehen massiv unter Druck. Hohe Energiepreise, teure Materialien und steigende Inflation belasten das Geschäft. Gleichzeitig brechen die Aufträge weg: 46 Prozent der Betriebe berichten von Rückgängen. Auch die Umsätze sinken spürbar – jeder zweite Betrieb verdient weniger als noch vor einem Jahr.

Die Folgen sind in den Werkstätten deutlich zu spüren. Die Auslastung sinkt, Auftragsbücher leeren sich. Immer mehr Betriebe haben freie Kapazitäten – ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nachlässt.

Jobs geraten in Gefahr

Noch halten viele Unternehmen an ihrem Team fest. Doch der Druck wächst: Erste Betriebe bauen bereits Stellen ab, während Neueinstellungen zur Ausnahme werden. Die Sorge um Arbeitsplätze nimmt zu.

Auch die Erwartungen für die kommenden Monate machen wenig Hoffnung. Nur etwa jeder vierte Betrieb rechnet mit einer Verbesserung. Viele befürchten sogar, dass sich die Lage weiter verschlechtert.

Ruf nach schnellem Handeln

Die Handwerkskammer Ulm schlägt Alarm und fordert entschlossenes Eingreifen der Politik. Ohne spürbare Entlastungen droht sich die Krise im regionalen Handwerk weiter zu verschärfen.

Zahlen und Fakten

Das könnte Dich auch interessieren

09.12.2025 HWK Ulm Chef Mehlich erhält höchste Auszeichnung des Handwerks In der jüngsten Sitzung der Vollversammlung der Handwerkskammer Ulm wurde Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Kammer, mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet – der höchsten Ehrung, die der deutsche Handwerkssektor zu vergeben hat. Die Auszeichnung verlieh der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) für Mehlichs herausragende Verdienste um das Handwerk. ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke betonte in seiner 06.10.2025 Stabile Geschäftslage im regionalen Handwerk – Beschäftigung soll gehalten werden Die Handwerksbetriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm blicken auf ein leicht positives drittes Quartal 2025 zurück. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage bewerten rund 58 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut, lediglich zehn Prozent sehen die Lage als schlecht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Stimmung damit leicht stabiler: 2024 hatten 60 Prozent der Betriebe eine 13.03.2026 Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen eröffnet 2027 eigene Brauereigaststätte Direkt neben der Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen wird bis 2027 wieder eine Brauereigaststätte eröffnen: „Zum goldenen Ochsen“. Das historische Gebäude von 1852, das seit Jahrzehnten leersteht, wird derzeit sorgfältig saniert und modernisiert, um die Verbindung von Tradition und zeitgemäßer Nutzung zu schaffen. Zwölf Biersorten direkt ins Glas Die brauereieigene Gaststätte soll Platz für rund 90 10.03.2026 Handwerkskammer Ulm: weniger Insolvenzen - Lage bleibt aber angespannt Das Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee zeigt sich weiterhin vergleichsweise stabil. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist die Zahl der Firmeninsolvenzen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm mit rund 21.000 Mitgliedsbetrieben wurden 2025 insgesamt 77 Insolvenzen eröffnet. Im Jahr zuvor waren es noch 92 gewesen. Die meisten Insolvenzen gab es im Ostalbkreis mit