Solar-Ausbau in Baden-Württemberg geht leicht zurück

Solarstrom

Weniger neue Solaranlagen auf Dächern, mehr auf Freiflächen: Warum der Solar-Ausbau im Südwesten 2025 ins Stocken gerät und welche Pläne für die Förderung auf Kritik stoßen.

Der Ausbau der Solarenergie im Südwesten ist 2025 ins Stocken geraden. Im vergangenen Jahr installierten Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen nach vorläufigen Zahlen insgesamt 2.060 Megawatt an neuer Leistung, wie das Solar Cluster Baden-Württemberg in Stuttgart mitteilte. 2024 waren es noch 2.251 Megawatt.

Energieministerin Thekla Walker (Grüne) sagte, Baden-Württemberg stehe bundesweit auf dem zweiten Platz beim Ausbau der Solarenergie. Damit setze man ein starkes Zeichen und zeige, welches Potenzial in der Photovoltaik stecke.

Trend zu Freiflächen-PVs auch in Schwaben

Zugenommen hat im vergangenen Jahr die zugebaute Leistung von Photovoltaik auf Freiflächen. Sie stieg um 25 Prozent auf mindestens 673 Megawatt. Rückläufig war dagegen der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden. Er ging von 1.711 Megawatt im Jahr 2024 auf 1.388 Megawatt im Jahr 2025 zurück, wie das Umweltministerium mitteilte. Ein Trend, der sich auch in Schwaben zeigt. So wurde zum Beispiel im Örlinger Tal in Ulm eine fünf Hektar große Freiflächen-PV-Anlage letztes Jahr in Betrieb genommen, die mittlerweile bis zu 1.700 Ulmer Haushalte versorgt.

Diese Entwicklung ist unter anderem im Zusammenhang mit neuen Regelungen für Neuanlagen bei negativen Strompreisen zu sehen, die seit Anfang 2025 greifen. Denn Betreiber neuer Solaranlagen erhalten in diesen Zeiten keine Einspeisevergütung mehr für ihren Solarstrom.

Plan von Reiche zur Solarförderung in der Kritik

In Baden-Württemberg sind nun nach Angaben des Solar Clusters Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 14,6 Gigawatt installiert. Rein rechnerisch könnten sie rund vier der 5,2 Millionen Haushalte im Land mit Strom versorgen. Das Solar-Cluster Baden-Württemberg vertritt und vernetzt eigenen Angaben zufolge rund 70 Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land.

Kritisch sehen das Netzwerk und das Umweltministerium das Vorhaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die neue kleine Solaranlagen künftig nicht mehr staatlich fördern will, weil sie sich für die Verbraucher rechneten. Beschlossen ist das aber in der Koalition noch nicht. Wer Solarstrom auf seinem Dach erzeugt und in das Netz einspeist, erhält 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Betrag.

Das könnte Dich auch interessieren

09.10.2025 SWU startet Bürgerbeteiligung an neuer Solar-Anlage in Ulm Für die kürzlich in Betrieb genommene Anlage im Örlinger Tal sollen 3 Millionen Euro über Beteiligungen aus der Bürgerschaft und von Mitarbeitenden eingeworben werden. Damit werden Ulmerinnen und Ulmer nicht nur zur Investition in die Energiewende eingeladen, sondern können selbst aktiv Teil davon werden. Investieren in die regionale Energiewende Interessierte können ab dem 22. Oktober 28.05.2025 Baden-Württembergs größter Solarpark am Netz Auf einer Fläche von 80 Hektar, was 112 Fußballfeldern entspricht, hat die EnBW fast 150.000 Solarmodule gebaut. Damit kann eine Gesamtleistung von 80 Megawatt erzeugt werden. Hoher Millionenbetrag Die Kosten für den Solarpark liegen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Eine staatliche Förderung gab es dabei nicht. Die Planungen begannen schon im Jahr 2019, die Bauarbeiten am 23.02.2026 So sieht's in der Müllverbrennungs-anlage Ulm-Donautal aus "Bis wir keine andere gefunden haben, ist unsere Anlage die Sauberste der Welt", sagt der Betriebsleiter des Ulmer Müllheizkraftwerks Stefan Zinsler. Wir schauen uns an, wie das funktioniert. 16.02.2026 Fernwärmeausbau in Senden geht voran Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der Kirchensteige bis zum neuen Polizeigebäude. Dafür muss der Baumbestand ein wenig leiden. Die Bäume auf der östlichen Straßenseite können zwar komplett erhalten werden. Drei Bäume auf der westlichen Seite werden umgepflanzt, zehn Bäume müssen für den Bau jedoch gefällt werden. Ersatz soll nach Abschluss der Bauarbeiten gepflanzt werden.