Die DLRG Ulm übte am Montagabend die Rettung von Personen. Schauplatz war das Ausflugsschiff „Ulmer Spatz“ auf der Donau. Ein Schiffbruch mit mehreren Verletzten wurde simuliert. Ziel war es, das Zusammenspiel der Rettungskräfte zu trainieren. Die Übung fand unter realistischen Bedingungen statt.
Übungsleiter Oliver Bernsau hatte sich ein forderndes Szenario ausgedacht. Die Annahme war eine Grundberührung des Schiffes. Mehrere Fahrgäste wurden dabei verletzt. Einige sprangen in Panik sogar von Bord. Die Retter mussten sich schnell einen Überblick verschaffen. „Sinn ist ganz einfach das Zusammenspiel der einzelnen Einheiten zu trainieren“, erklärte Bernsau. Man wolle der Lebenshilfe als Betreiber des Schiffes Sicherheit geben. Die Übung wirkte täuschend echt. Passanten blieben stehen und boten ihre Hilfe an. Manche wollten den Notruf wählen. Ein DLRG-Helfer klärte die Bürger am Ufer auf.
Die Komplexität der Übung war hoch. Unter den Verletzten befand sich ein Rollstuhlfahrer. Eine andere Person war auf Unterarmgehstützen angewiesen. Die einbrechende Dunkelheit erhöhte den Schwierigkeitsgrad zusätzlich. Die Retter mussten die Szene mit Scheinwerfern ausleuchten. So konnten auch die Taucher bei ihrer Suche nach Vermissten gesehen werden. „Wir hatten noch einen Tauchtrupp im Wasser“, sagte Bernsau. Dieser suchte nach einer Person, die untergegangen war. Insgesamt waren 28 ehrenamtliche Wasserretter im Einsatz.
Die DLRG Ulm setzte bei der Übung auch neue Ausrüstung ein. Eine Drohne mit Wärmebildkamera verschaffte der Einsatzleitung ein Lagebild aus der Luft. „Die haben wir natürlich mit in den Einsatz gebracht, um ein Lagebild von oben zu kriegen“, so Bernsau. Man habe damit auch den Uferbereich nach weiteren Personen abgesucht. Außerdem kam ein neues Sonargerät zum Einsatz. Es half bei der Suche nach der vermissten Person unter Wasser. Beide Geräte wurden aus Spendengeldern finanziert.
Die Übung verlief insgesamt sehr erfolgreich. Alle vermissten Personen konnten gerettet werden. In der Nachbesprechung wurden nur noch Details diskutiert. Eine Lehre aus der Übung betrifft die Stege. Nicht alle sind gleich gut für die Rettung von Patienten auf Tragen geeignet. Auch die Schlüssel für die Tore an den Anlegestellen sollen vereinheitlicht werden. Die Besatzung des „Ulmer Spatz“ zeigte sich beeindruckt. Sie fühlte sich gut versorgt.
Die Übung bestätigte die schnelle und professionelle Hilfe der DLRG. Die ehrenamtlichen Helfer zeigten ihr hohes Ausbildungsniveau. Sie opfern ihre Freizeit für die Sicherheit anderer. Wer sich engagieren möchte, beginnt mit einem Rettungsschwimmschein. Danach folgt eine Fachausbildung zum Wasserretter. Man kann sich dann zum Bootsführer, Taucher oder Strömungsretter weiterbilden.
Die Übung hat gezeigt, wie wichtig dieses Engagement für die Gemeinschaft ist. Die Spendergelder für die neue Technik sind gut investiert. Sie verbessern die Effektivität der Lebensretter auf der Donau. Die DLRG Ulm ist für den Ernstfall gut gerüstet. Die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe hat sich bewährt. Beide Partner ziehen positive Lehren aus der gemeinsamen Aktion. Die Sicherheit auf der Donau wurde durch diese realistische Probe gestärkt.
Das Zusammenspiel aller Kräfte funktionierte fast reibungslos. Kleine Verbesserungen werden die Abläufe weiter optimieren. Die nächste Übung und auch der nächste Einsatz wird sicher wieder fordernd. Die Helfer sind darauf bestens vorbereitet.