Die Metall- und Elektroindustrie in der Region Ulm kämpft nach Angaben des Arbeitgeberverbands Südwestmetall mit immer schwierigeren Bedingungen. Hohe Energiepreise, steigende Lohnzusatzkosten, eine starke Steuerbelastung und zusätzliche Bürokratie würden die Unternehmen im internationalen Wettbewerb belasten.
Darauf hat Oliver Wirth, Vorsitzender der Ulmer Südwestmetall-Bezirksgruppe, beim Sommerfest des Verbands am Mittwoch in Ulm hingewiesen. Zuvor war er bei der Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt worden.
Viele Betriebe beschäftigten sich laut Wirth inzwischen nicht mehr nur mit der Frage, wie sie wachsen können. Sie müssten zunehmend überlegen, wie sie die Nachteile des Standorts Deutschland gegenüber internationalen Konkurrenten ausgleichen können.
Der Bezirksvorsitzende fordert deshalb unter anderem wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Genehmigungsverfahren und weniger Berichtspflichten. Auch Sozialpartner und Tarifparteien seien aus seiner Sicht gefragt, weitere Kostensteigerungen zu vermeiden. Ziel müsse es sein, Investitionen und Arbeitsplätze in der Region zu sichern.
Die Bezirksgruppe Ulm feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Sie betreut gemeinsam mit dem Unternehmensverband Südwest insgesamt 138 Betriebe mit mehr als 55.000 Beschäftigten. Das Gebiet umfasst die Region Ulm, den Kreis Biberach, den Alb-Donau-Kreis und den südöstlichen Teil des Kreises Sigmaringen.
Beim Jubiläum waren auch Baden-Württembergs Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Manuel Hagel sowie der frühere Ministerpräsident und EU-Kommissar Günther Oettinger zu Gast.