Ulm bekommt gelbe Karte im Hitze-Check

Mannheim undankbarer Spitzenreiter

Baden-Württemberg im Hitzestress: Besonders Städte heizen sich im Sommer stark auf. Ein aktueller Hitze-Check.

Beton und Asphalt, zu wenig Schatten, die Luft steht: Millionen Menschen sind aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) der extremen Sommerhitze in baden-württembergischen Großstädten ausgesetzt. Insgesamt erhalten hier elf Städten mit über 50.000 Einwohner die Rote Karte.

Ulm im Mittelfeld

Ulm kommt mit der gelben Karte noch etwas besser weg, für die grüne Version hat es allerdings nicht gereicht. So wie bei allen anderen Städten in Baden-Württemberg auch, die Hitze-Landkarte im Südwesten weist keinen einzigen grünen Fleck auf. Das liegt an der hohen Versiegelung und wenig kühlenden Grünflächen. Beton und Glas speichern dagegen Hitze extrem gut, auch in der Nacht kühlen die Städte dann nicht ab. Bundesweit am schlechtesten schnitt Mannheim ab. Dort heizt sich die Oberfläche in den Sommermonaten auf bis zu 38 Grad auf.

Berechnung der Studie

Mit Hilfe des Potsdamer Unternehmens Luftbild Umwelt Planung GmbH ließ die DUH das Land in Raster von jeweils 100 x 100 Metern unterteilen. Für jedes Quadrat wurden die Oberflächentemperatur der Sommermonate, der Grad der Versiegelung, das Grünvolumen auch im direkten Umfeld und die Bevölkerungsdichte ermittelt. Die Aussichten machen wenig Hoffnung, das vergangene Jahr war in Baden-Württemberg das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

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