Ulm: Protest gegen höhere Kosten im Gesundheitswesen

„SOS Sozialstaat“

Mehr Zuzahlungen, weniger Zuschuss beim Zahnersatz und höhere Kosten für manche Familien: Gegen die geplante Gesundheits- und Sozialpolitik der Bundesregierung wird am Freitag in Ulm demonstriert. Der DGB ruft zur Kundgebung auf dem Weinhof auf.

Am Freitag, 10. Juli, wird in Ulm gegen die Sozial- und Gesundheitspolitik der Bundesregierung demonstriert. Die Kundgebung „SOS Sozialstaat“ beginnt um 17 Uhr auf dem Weinhof.

Der DGB kritisiert geplante Einschnitte bei Gesundheit, Pflege, Rente und sozialer Sicherheit. Ein wichtiger Streitpunkt ist die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung.

Was könnte für Versicherte teurer werden?

Die Zuzahlungen für Medikamente und andere Leistungen sollen steigen. Aus bisher mindestens fünf Euro könnten 7,50 Euro werden, aus zehn Euro künftig 15 Euro.

Auch beim Zahnersatz könnte der Eigenanteil steigen. Ein einfaches Beispiel: Kostet die Regelversorgung 1.000 Euro, könnte der Zuschuss der Krankenkasse um 100 Euro sinken. Diese 100 Euro müssten Versicherte dann zusätzlich selbst zahlen.

Für manche bisher kostenlos mitversicherte Ehepartner sind ebenfalls höhere Beiträge geplant. Je nach Einkommen kann das mehrere hundert Euro im Jahr ausmachen.

Regierung will Krankenkassenbeiträge bremsen

Die Bundesregierung begründet die Reform mit den stark steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Beiträge zur Krankenversicherung weiter steigen.

Der DGB kritisiert dagegen, dass ein Teil der Kosten direkt bei den Versicherten landet. Deshalb ruft die Gewerkschaft am Freitag zur Demo in Ulm auf.

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