Falls im Ulmer Donaustadion und drumherum Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg schlummern, sollen sie am Sonntag entschärft und das Gebiet in einem Radius von 500 Metern rund um die Fundstelle geräumt werden. Neben dem Bethesda und dem Gefängnis wären von der Evakuierung rund 2.200 Anwohner betroffen. Die Stadt Ulm will sie vorab gezielt informieren, über ihre Homepage und Social Media-Kanälen sowie mit Handzetteln.
Bei durchgeführten Sondierungs-Arbeiten wurden im und neben dem Donaustadion mehrere Verdachtspunkte entdeckt. Um sie genauer zu untersuchen, wurden insgesamt 15 Löcher gebohrt. Sie sind jeweils 2,50 Meter auf 2,50 Meter groß und gut einen halben Meter tief. Eine Spezialfirma wird jetzt weiter in die Tiefe gehen. Falls tatsächlich Sprengkörper gefunden werden, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst in Stuttgart alarmiert, der dann am Sonntag die Entschärfung übernimmt. Für diesen Fall müsste das Gebiet in einem Radius von 500 Metern rund um die Fundstelle geräumt werden. Anwohner müssten dann in der Früh (bis 8.00 Uhr) ihre Wohnungen verlassen.
Zentrale Anlaufstelle für alle Betroffenen soll am Sonntag die Donauhalle sein. Dort werden Tische und Stühle aufgebaut, es gibt Getränke und bei Bedarf auch medizinische Betreuung. Laut Ulm-Messe ist die Donauhalle klimatisiert, was bei den sommerlichen Temperaturen sicherlich vielen entgegenkommt. Die Stadt Ulm hat für die Betroffenen ein Bürgertelefon geschaltet, die Nummern findet ihr hier. Informationen gibt es auch auf der Homepage der Stadt.