Die Arbeitgeber haben seit sieben Monaten kein gutes Angebot – nur warme Worte. – Maria Winkler (Bezirksgeschäftsführerin ver.di Ulm-Oberschwaben)
Mit solchen und weiteren markigen Sprüchen wurde die Kundgebung der Gewerkschaft ver.di erst richtig aufgeheizt: Rund 200 Demonstranten machten um 12 Uhr ohrenbetäubenden Lärm mit Trillerpfeifen, Buhrufen und Ratschen auf dem Weinhof in Ulm. Zuvor marschierte ein Demonstrationszug vom IKEA-Parkplatz aus los, der andere begann am Theater in Ulm.
Ein Meer aus gelben Westen baute sich langsam über dem Ulmer Weinhof auf. Beschäftigte der Handelsbranche, insbesondere von Ikea und H&M waren zahlreich vertreten.
Außerdem nahmen einige aus dem Landesbereich, der Universität und der Technischen Hochschule am Warnstreik teil.
Für die Arbeitnehmer im Handel steht fest: die Tarifrunde soll 15% mehr Geld und 200 Euro für Auszubildende einbringen. Der öffentliche Dienst fordert 10,5% mehr Geld und mindestens 500 Euro.
Während der Handel aktuell komplett auf die Weihnachtszeit und den entsprechenden Gewinn zusteuert, leiden die Arbeitnehmer gleichzeitig darunter. Vor allem die Inflation habe einen großen Einfluss auf den Geldbeutel der Beschäftigten.
(…) Da reicht das Geld teilweise nicht einmal für die Miete, geschweige denn für Weihnachtsgeschenke. – Maria Winkler
Im Zuge dessen entschuldigte sich Winkler jetzt schon bei den Weihnachtseinkäufern für mögliche „ausgedünnte Reihen in den Geschäften“.
Wenn die Händler Geschäft machen wollen, sollen sie ein Angebot machen. Dann gehen die Beschäftigten wieder an die Arbeit. – Maria Winkler
Mehr zu den Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di erfahrt ihr hier.