Welpen in Zwangshaft: Tierheim Ulm schlägt Alarm

Seit acht Monaten sitzen 20 Hundewelpen im Ulmer Tierheim in Zwangshaft. Wegen eines laufenden Gerichtsverfahrens dürfen die Jungtiere nicht vermittelt werden - Interessierte gäbe es genug. 

Immer wieder müssen Tierheime Hunde aufnehmen, die vom Zoll oder von der Polizei beschlagnahmt worden sind. Die 20 Hundewelpen, die derzeit in Zwangshaft im Ulmer Tierheim sitzen, gehören einer Frau, die sie nicht artgerecht gehalten haben soll. Das Biberacher Veterinäramt hat der Frau die Welpen entzogen, sie darf auch keine weiteren Tiere halten. Die Frau hat dagegen geklagt. Seither wird der Fall vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen verhandelt, es gibt aber noch keine Entscheidung.

Die Hunde waren erst über Monate in Quarantäne, sie waren krank. Das Tierheim musste sie also erst wieder gesund pflegen. Die Belegschaft des Tierheims war (und ist) dadurch zusätzlich belastet, dazu kommen höhere Tierarzt- und Pensionskosten. Den Tieren geht es in der Isolation auch nicht gut. Dem Veterinäramt sind aber die Hände gebunden. Laut Tierschutzgesetz kann die Behörde einen Notverkauf zwar anordnen, aber erst wenn das Gerichtsverfahren entsprechend abgeschlossen ist.

Verbesserung des Tierschutzgesetzes

Die Tierschützer vom Tierheim Ulm verlangen eine Verbesserung des Tierschutzgesetzes an dieser Stelle. Die Situation in Ulm ist auch kein Einzelfall. Zum Beispiel könnte festgelegt werden, dass eine Entscheidung des Gerichts im Hinblick auf das Tierwohl schnell gefällt werden muss, also innerhalb weniger Wochen. Oder dass die Entscheidung des Veterinäramts schwerer wiegen sollte. Ganz so einfach ist eine solche Gesetzesänderung aber nicht. Vorausgesetzt wäre damit auch eine Änderung des Strafgesetzes. An dieser Stelle sieht die Bundesregierung aber keinen Handlungsbedarf.

Was kann also ein Tierheim am Ende tun? Es könnte seine Verträge mit den Kommunen dahingehend ändern, dass es keine beschlagnahmten Tiere mehr annehmen würde. Wohin aber dann mit den Schützlingen?

Und was können Außenstehende tun? Fürs erste dem Tierheim Geld spenden, um mit der Kostensituation besser zurechtzukommen. Darum bittet an dieser Stelle das Tierheim Ulm.

Das sagt der Tierheimleiter Ralf Peßmann

Das könnte Dich auch interessieren

18.05.2026 Suchhund wird Flughund: Ulmer Rettungshunde trainieren Ernstfall im Hubschrauber - mit Fotogalerie 18 Rettungshunde von Feuerwehr Ulm und DRK Ulm/Alb-Donau haben am Erbacher Flugplatz den Ernstfall geübt – mit Rotorlärm, Teamgeist und ganz viel Vertrauen. 18.09.2025 Leipheim: Zoll entdeckt kleinen Hundewelpen Der Welpe saß auf dem Schoß einer Passagierin in einem Kleintransporter mit rumänischer Zulassung. Die Frau gab an, das Tier sei erst vier Wochen alt. Papiere wie einen Heimtierausweis konnte sie nicht vorlegen. Auch ein Chip und die vorgeschriebene Tollwutimpfung fehlten. Kleiner Welpe muss ins Tierheim Ein hinzugezogener Veterinär des Landratsamts Günzburg schätzte das Alter 01.07.2026 Grimmelfingen-Lindenhöhe wählen erstmals einen Ortschaftsrat Die Wahlen in Grimmelfingen und auf der Lindenhöhe finden am kommenden Sonntag, 5. Juli 2026, statt. Rund 1.700 Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und damit die Zukunft ihrer Ortschaft mitzugestalten. Der Ulmer Gemeinderat hatte die neue Ortschaftsverfassung für Grimmelfingen-Lindenhöhe im November beschlossen. Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet Gewählt wird am Sonntag 30.06.2026 Stadt Ulm vertritt Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York Die Stadt Ulm ist beim Hochrangigen Politischen Forum der Vereinten Nationen, kurz HLPF, in New York vertreten. Das Treffen findet vom 7. bis 15. Juli 2026 statt. Im Mittelpunkt steht die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen. Ulm wurde gemeinsam mit sieben weiteren Städten und Gemeinden aus einem größeren Bewerberfeld ausgewählt. Gemeinsam mit