Handwerkskammer Ulm: weniger Insolvenzen - Lage bleibt aber angespannt

Lage bleibt angespannt

Im regionalen Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee sind 2025 weniger Betriebe insolvent gegangen. Die Handwerkskammer Ulm meldet 77 Insolvenzen – im Jahr davor waren es noch 92. Trotz stabiler Zahlen fordert die Kammer aber weiterhin bessere Standortbedingungen von der Politik.

Das Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee zeigt sich weiterhin vergleichsweise stabil. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist die Zahl der Firmeninsolvenzen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm mit rund 21.000 Mitgliedsbetrieben wurden 2025 insgesamt 77 Insolvenzen eröffnet. Im Jahr zuvor waren es noch 92 gewesen.

Die meisten Insolvenzen gab es im Ostalbkreis mit 22 Fällen. Jeweils elf Betriebe meldeten im Landkreis Ravensburg, im Alb-Donau-Kreis und in der Stadt Ulm Insolvenz an. Neun Fälle wurden im Bodenseekreis registriert, acht im Landkreis Biberach und fünf im Landkreis Heidenheim.

Auch die Insolvenzquote ist leicht gesunken: Sie lag 2025 bei 0,35 Prozent aller im Jahresverlauf aktiven Handwerksbetriebe. 2024 hatte sie noch 0,41 Prozent betragen. Damit liegt sie weiterhin unter früheren Werten – etwa 0,51 Prozent im Jahr 2014.

Lage bleibt angespannt

Die Präsidentin der Handwerkskammer Ulm, Katja Maier, bewertet die Entwicklung positiv. Gleichzeitig mahnt sie zur Vorsicht: Die wirtschaftliche und strukturelle Lage bleibe angespannt und belaste viele Betriebe zunehmend.

Aus Sicht der Kammer braucht das Handwerk deshalb neue Impulse aus der Politik. Gefordert werden unter anderem bessere Standortbedingungen, bezahlbare Energie, weniger Bürokratie sowie eine geringere Steuer- und Abgabenlast.

Positiv entwickelte sich zuletzt auch die Zahl der Betriebe: 2025 gab es im Kammergebiet rund 200 Neugründungen mehr als Schließungen. Insgesamt stieg die Zahl der Mitgliedsbetriebe damit auf rund 20.870 – ein Plus von etwa einem Prozent.

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