Ulmer Verein gegen Altersarmut feiert fünften Geburtstag - und eröffnet neue Räume

Unterstützung, wenn die Rente kaum reicht

Der Ulmer Verein „Altersarmut Ulm nein“ wird fünf Jahre alt. Am 1. August feiert er nicht nur Geburtstag, sondern eröffnet auch offiziell seine neuen Räume am Marktplatz. Dort bekommen Rentner Unterstützung, deren Geld kaum für den Alltag reicht.

Der Verein „Altersarmut Ulm nein“ feiert am Samstag, 1. August, sein fünfjähriges Bestehen. Gleichzeitig werden die neuen Räume am Marktplatz 10 offiziell eröffnet. Der Treffpunkt ist bereits seit Juni an der neuen, zentraleren Adresse zu finden.

Unterstützung, wenn die Rente kaum reicht

Der Verein wurde am 30. Juli 2021 gegründet und kümmert sich um finanziell schwache Senioren in Ulm. Angesprochen sind vor allem Menschen, die Grundsicherung oder Wohngeld im Alter beziehen. Hilfe gibt es aber auch für Rentner, deren Einkommen knapp über den offiziellen Grenzen liegt, im Alltag aber trotzdem kaum ausreicht.

Die Unterstützung reicht von praktischer Hilfe und Begleitung bis zur Nothilfe in schwierigen Situationen. Auch bei digitalen Fragen will der Verein helfen. Außerdem gibt es zweimal im Monat ein organisiertes Programm mit Informationen, Unterhaltung und konkreten Hilfsangeboten.

Altersarmut betrifft unterschiedliche Menschen

Nach Angaben des Vereins kann Altersarmut viele Ursachen haben. Besonders häufig betroffen seien Frauen, die z.B. als Mütter lange berufliche Auszeiten hatten oder nur wenig verdient haben. Aber auch Selbstständige ohne ausreichende Vorsorge oder Menschen, die nach einer Krankheit oder einem Unfall nicht mehr arbeiten konnten, könnten im Alter in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Der Verein geht davon aus, dass das Thema in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt. Als Gründe nennt er unter anderem steigende Lebenshaltungskosten und die wachsende Zahl der Babyboomer, die das Rentenalter erreichen.

Treffpunkt am Ulmer Marktplatz

Die Räume am Marktplatz 10 sind donnerstags bis samstags jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Treffpunkt steht bewusst allen Bürgern offen. Dort sollen Betroffene Unterstützung bekommen, Kontakte knüpfen und gemeinsam nach Lösungen für ihre persönliche Situation suchen können.

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